Archiv der Kategorie: Abteilung 1

Abteilungsversammlung Abteilung 1 Kernstadt

Durm kritisiert Zustand der Feuerwache / Jahresversammlung der Abteilung 1 der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt / Stadtkommandant fordert Präsenz in politischen Gremien

Rastatt (hr) – 38 aktive Mitglieder hat die Abteilung 1 der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt. Im vergangenen Jahr wurden sie deutlich mehr als in den vergangenen Jahren gefordert.

"Ich bin stolz, ein Teil dieser außergewöhnlichen Mannschaft zu sein, die mit 3052 ausgefüllten Einsatzzetteln den Löwenanteil des Einsatzgeschehens bewältigt und trotz der hohen Belastung noch Zeit findet, die Proben zu besuchen, sich in Lehrgängen fortzubilden und sich in geselliger Runde zu treffen", betonte Abteilungskommandant Klaus Durm bei der Abteilungsversammlung. Ebenso stolz zeigte sich der Rastatter Gesamtkommandant René Hundert: "Die Abteilung 1 habe ich als gute und lebendige Abteilung, auf die auch in schwierigen Situationen Verlass ist, kennengelernt."

Kritisch sehen Durm und Hundert die Tagesverfügbarkeit, die derzeit von einem externen Gutachter detailliert erhoben wird. Aus ihrer Sicht wäre es wünschenswert, wenn sich wie in den 60er Jahren in Rastatt üblich – wie es in Ettlingen praktiziert wird – städtische Mitarbeiter sich für den Dienst in der Feuerwehr begeistern könnten. "Es war richtig, die Außenabteilungen auch tagsüber in das Einsatzgeschehen einzubinden. Daher sieht Hundert weniger in der Quantität als in der Qualität der tagsüber verfügbaren Mannschaft Nachholbedarf, insbesondere im Bereich der Maschinisten.

In seinem ersten Jahr als Gesamtkommandant ist Hundert zudem aufgefallen, dass die Außenabteilungen im Gegensatz zu denen der Kernstadt gut in "ihren" Ortsteilen verankert sind. Sie kommunizieren mit den Ortschaftsräten und erhalten bei Bedarf Unterstützung befreundeter Vereine im Ort – hier sehe er Nachholbedarf. Hundert forderte die Abteilungen der Kernstadt auf, mehr Präsenz in den politischen Gremien zu zeigen.

Durm sagte: "Wir sind mit unserer Geduld am Ende. Trotz vieler Versprechungen in den letzten 25 Jahren hat sich an den unzumutbaren Zuständen in unserer Feuerwache nichts getan. Männlein und Weiblein müssen sich ohne Sichtschutz zwischen aus- und einfahrenden Fahrzeugen umziehen, stehen in den Abgasen und in den Unterhosen in der kalten Fahrzeughalle auf einem Gitterrost. Auch eine vernünftige Lagerung von Nachschub- und Verbrauchsmaterial ist nicht möglich. Es wird höchste Zeit, dass der Gemeinderat und die Verwaltung der verbalen Anerkennung der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr auch Taten folgen lässt."

Neben 19 Proben gehörten die Beteiligung am Maibaumstellen, Martinsumzug und einem 24-Stunden-Tag zum Programm der Kinder-/Jugendfeuerwehr der Kernstadt. "Mit 45 Mädchen und Jungen sind wir gut aufgestellt", so Jugendleiter Johannes Ohnesorge.

An den meisten Einsätzen waren 2017 Christian Karle (271 Einsätze), Martin Karle (241), Gerhard Gmünd (222), Patrick Ebell (190) und Wolfgang Sallinger (168) beteiligt. Besonderer Dank galt den über 65-jährigen Aktiven Volker Seitz, Heinz Unser, Gerhard Riemer und Edith Beckenbach.

René Hundert und Klaus Durm beförderten Christian Kasten zum Oberlöschmeister und überreichten im Auftrag des Oberbürgermeisters an Johannes Ohnesorge die städtische Urkunde für 15-jährige aktive Mitgliedschaft sowie an Heinz Unser für 50-jährige Feuerwehrzugehörigkeit.

Quelle: bt Rastatt

Extrem fit beim Extrem-Cross

Besonders fit zeigten sich die Feuerwehrkameraden Mark Merk, Alexander Pruß und Matthias Ramsteiner beim Extrem-Cross-Lauf in Wintersdorf.

Eine zwei Kilometer lange Strecke musste querfeldein 5-mal durchquert werden. Dabei waren Hindernisse, wie Sandberge, Kieshügel, ein Bach und ein Moorbad zu überwinden.

Mit viel Spaß und guter Laune ging es am Sonntag, unterstützt von einigen Kameraden, an den Start, um die 10 Kilometer in respektablen Zeiten zu bewältigen.

Die Kameraden hatten bereits im Vorfeld für diesen Lauf eifrig trainiert und sind somit auch für den Feuerwehrdienst bei bester Kondition.

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Maibaumstellen in Rastatt

UPDATE 03.05.2017

Mitarbeiter der Stadt Rastatt befestigten heute eine neue Spitze auf dem Maibaumstamm.

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Traditionell stellte die Freiwillige Feuerwehr Ratsatt den Maibaum vor dem Rastatter Rathaus auf. Nachdem die Jugendfeuerwehr den Maien auf der Feuerwache geschmückt hatte, wurde dieser im Konvoi zum Marktplatz transportiert und in Zusammenarbeit mit den Einsatzabteilungen aufgestellt.

Unterbrochen durch einen Brandeinsatz und dadurch, dass der Maien beim Aufstellen abbrach, wurde lediglich der Stamm aufgestellt.

Anschließend wurden die Feuerwehrfrauen und –männer von Bürgermeister Hartweg zu einem Vesper eingeladen.

 

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Abteilungsversammlung Abteilung 1 Kernstadt

Feuerwehr entwickelt sich immer mehr zum technischen Helfer

Freiwillige Feuerwehr der Rastatter Kernstadt bestätigt Klaus Durm als Kommandanten / Anzahl der Brandeinsätze geht weiter zurück

In seinem 25. Bericht für die Abteilungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in der Rastatter Kernstadt betonte Abteilungskommandant Klaus Durm: „Mit 468 Einsätzen war 2016 ein durchschnittliches Jahr, in dem sich der Trend zu immer weniger Brandeinsätzen und dafür umso mehr technischen Hilfeleistungen fortsetzte. Besonders die Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen bringen die Einsatzkräfte teilweise nah an ihre Grenzen, weshalb es besonders wichtig ist, dass die einsatzerprobten Angehörigen ihre Erfahrungen in den Proben an die jüngeren Aktiven weitergeben.“ Durm bemängelte den nicht immer befriedigenden Probenbesuch.

„Obwohl im Berichtsjahr die Zahl der Aktiven um vier auf 36 gesunken ist, stellt die Abteilung 1 mit steigender Tendenz bei den Einsätzen mit Abstand das meiste Personal“, so Durm weiter. Besonders hob er Martin Karle und Parick Ebell hervor, die je an 188 Einsätzen teilgenommen haben. Auf den weiteren Plätzen folgen Gerhard Gmünd (185), Christian Karle (148), Wolfgang Sallinger und Roland Setzer mit je 142 Einsätzen.

Eine Stärkung in der Tagesverfügbarkeit sind die 65-plus-Aktiven Gerhard Riemer, Volker Seitz und Heinz Unser, die in der kritischen Zeit bei insgesamt 215 Alarmen zur Verfügung standen, so Durm.

Neben den Einsätzen hat das Kommando 43 Proben und Sonderproben, einen 30-stündigen Kurs für Drehleiter-Korbfahrer sowie ein Sommerfest und eine Familienradtour organisiert. Bedingt durch den starken Regen endete die Radtour als Grillfest in der Fahrzeughalle. 30 Jungen und zwei Mädchen gehören der Kinder- beziehungsweise Jugendfeuerwehr der Kernstadt an, denen 2016 sieben Betreuer in 19 Proben die feuerwehrtechnischen Grundlagen vermittelt haben. Sie beteiligten sich unter anderem beim Maibaumstellen, beim Fischrennen auf der Murg, beim Martinsumzug sowie an einem Ausflug nach Stuttgart zur Berufsfeuerwehr und zum Fernsehturm, berichte Jugendfeuerwehrwart Johannes Ohnesorge.

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen wurden Klaus Durm und Martin Karle in geheimer Wahl einstimmig in ihren Ämtern als Abteilungskommandant beziehungsweise Stellvertreter bestätigt. Dem neu gewählten Abteilungsausschuss gehören in den nächsten fünf Jahren Wolfgang Sallinger, Sascha Quednau, Andreas von der Forst, Alexander Benz, Werner Hütter und Matthias Schmidt an. Patrick Ebell ist nach offener Abstimmung für weitere fünf Jahre für die Kasse verantwortlich. Johannes Ohnesorge wurde zum Schriftführer gewählt. Er ist Nachfolger von Edith Beckenbach, die nach 35-jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl antrat. In Vertretung des dienstlich verhinderten Gesamtkommandanten dankte sein Stellvertreter Martin Maier den Angehörigen der Abteilung für ihr Engagement.

In Anerkennung ihrer abgeschlossenen Grundausbildung ernannten Maier und Durm Kathrin von der Forst zur Feuerwehrfrau und Christian Karle zum Feuerwehrmann. Befördert wurden Stephanie Böhl zur Hauptfeuerwehrfrau, Patrick Ebell und Johannes Ohnesorge zu Hauptfeuerwehrmännern, Thomas Findling zum Oberlöschmeister sowie Mark Merk zum Hauptlöschmeister.

Für langjährige aktive Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung dankte Klaus Durm für 15 Jahre Florian Merkel sowie Edith Beckenbach, Werner Metz und Gerhard Gmünd für 40 Jahre.

Quelle: bt Rastatt/Hans Riemer

 

Er läuft und läuft und läuft…

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt feierte am 02. Juni 2016 ein besonderes Ereignis. Nach fast vierjähriger Restaurationszeit wurde der ehemalige Kommandowagen Florian Rastatt 1/10 wieder in Betrieb genommen.

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Bei einer kleinen Feierstunde in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt begrüßte der Stellvertretende Kommandant Martin Maier den ehemaligen Kommandanten Gerhard Bitzer, die Mitglieder der „Käfer-Gruppe“ sowie die Sponsoren und Firmen, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.

Außerdem konnte Martin Maier einige Alterskameraden begrüßen, die den VW-Käfer in ihrer Dienstzeit bei den Einsätzen gefahren haben und die zu ihrer Zeit dafür gesorgten, dass der Volkswagen immer einsatzbereit war.

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Der VW-Käfer 1302, Baujahr 1971, wurde am 21. Dezember 1971 zugelassen und leistete seitdem als Kommandowagen Florian Rastatt 1/10 seine Dienste bei der Freiwilligen Feuerwehr in Rastatt.

Nach über 20-jährigem Einsatzdienst wurde das Fahrzeug zum ersten Mal zwischen dem 10. Dezember 1992 und 13. Januar 1993 stillgelegt.

Eine zweite Stilllegung und die Außer-Dienststellung erfolgten am 10. Oktober 1995, ehe der Volkswagen im Jahr 2002 erneut angemeldet wurde.

Seit dem Jahr 19xx war der „Käfer“ in verschiedenen Gerätehäusern der Rastatter Feuerwehr untergebracht und fristete weiter sein Dasein. Letzendlich fiel die Entscheidung, dass solch ein Unikat zu erhalten sei.

Nachdem es Martin Maier gelungen war, einen Lackierer als als Kfz-Fachmann und einige bastelfreudige Kameraden aus der Kernstadtfeuerwehr für die Restaurierung zu gewinnen und die Zustimmung der Entscheidungsträger vorlag, fiel am 31. Oktober 2012 endlich der Startschuss zur Restaurierung.

Mit viel Elan begann eine kleine, doch hochmotivierte Gruppe, das Fahrzeug nach und nach zu reinigen und zu demontieren. Hierbei mussten die Kameraden allerdings zeitweise auch eingebremst werden, da man schließlich nachvollziehen wollte, woher, welche Teile stammten.

Nachdem der Käfer zerlegt und unter teils schwierigen Bedingungen verschiedene Ersatzteile beschafft wurden, konnte am 13. Februar 2014 der VW-Käfer neu lackiert werden.

Nach einer 14-tägigen Durchtrocknung des Lackes musste die „Arbeitsgruppe Käfer“ neu aufgestellt, um die Fahrzeugendmontage zu organisieren.

Bei einer Besprechung am 14. März 2014 konnte man mit Herbert Pruß, Vater eines unserer Feuerwehrkameraden, unerwartet einen absoluten Kfz-Fachmann und leidenschaftlichen „Autoschrauber“ gewinnen.

Von diesem Zeitpunkt an liefen die Einbauarbeiten geordnet und zielführend ab, der Volkswagen nahm wieder Gestalt an.

Am 05. April 2014 gab es für die „Arbeitsgruppe Käfer“ einen herben Rückschlag – eine große Delle war im Dach des VW-Käfers!

Durch das fachlich fundierte und selbstlose Engagement der Kameraden Bernd Vogel und Bernd Laufer konnte dieser Schaden rasch behoben werden.

Stück für Stück arbeitete man sich weiter voran, bis im Sommer 2015 erste Testfahrten unternommen werden konnten.

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Heute steht der ehemalige Kommandowagen als Florian Rastatt 1/10-2 wieder einsatz- und fahrbereit in der Fahrzeughalle der Feuerwache Rastatt. Er wird weiterhin von der „Arbeitsgruppe Käfer“ betreut und soll für Fahrten zu Ausstellungen und Feuerwehrfesten, auf Wunsch auch bei Hochzeiten, genutzt werden.

Während der Feststunde zur Wiedereinweihung des Käfers dankte Martin Maier den zahlreichen helfenden Händen, insbesondere Bernd Vogel, Bernd Laufer und Herbert Pruß, für die vielen geleisteten Stunden.

Ein besonderer Dank ging an die Firmen Sattlerei Fischinger, Farben Skornia, Maler Neininger und die Sponsoren Gerhard Spitzmüller und Volker Seitz für ihre Unterstützung.

Stellvertretend für alle Mitwirkenden bekam Martin Maier von Kommandant a.D. Gerhard Bitzer ein Nostalgie-Bild überreicht, auf dem unter anderem auch der VW-Käfer zu sehen ist.

Von Feuerwehr-Ehrenmitglied Gerhard Spitzmüller erhielt er das Modell eines originalgetreu nachgebildeten VW-Käfer überreicht.

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Im Anschluss an den offiziellen Teil der Feierstunde wurde in geselliger Runde viel gefachsimpelt und die Alterskameraden erzählten viele Schwänke und Anekdoten rund um Florian Rastatt 1/10 bzw. Florian Rastatt 1/10-2.

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 Pressemitteilung der Stadt Rastatt