Archiv der Kategorie: Abteilung 2

Führungskräfte lernen Gebärdensprache

Zu einer besonderen Schulung trafen sich 30 Führungskräfte der Feuerwehr Rastatt, Vertreter des THW Rastatt, 25 Mitglieder des Gehörlosenvereins „Favorite“ Rastatt e.V. sowie Gebärdensprachen-Dolmetscherin Silke Rönspies. Auf Initiative von Feuerwehrkommandant René Hundert sollte in der Veranstaltung 
auf die Verständigungsschwierigkeiten zwischen Hörgeschädigten bzw. Gehörlosen und Einsatzkräften hingewiesen werden. Nach einer kurzen Einleitung durch Frau Rönspies und Herrn Hundert, fanden sich die Veranstaltungsteilnehmer in gemischten Gruppen zusammen, um sich näher kennenzulernen. In den Arbeitsgruppen wurden einsatztaktische Fragen, wie z.B. wo brennt es, wie viele Personen befinden sich im Haus, benötigen Sie einen Arzt, gestellt und von den Hörgeschädigten per Gebärdensprache beantwortet. In den gemeinsamen „Gesprächen“ wurden den Hilfsorganisationsmitgliedern einige, einfache Gebärden gezeigt, vermittelt und deren Symbolik erklärt, um diese für den Fall der Fälle zu sensibilisieren. Viele Wörter der Gebärdensprache sind durch einfache Handbewegungen selbst erklärend.  Im Gegenzug erzählten die Führungskräfte von der Arbeit in ihren Organisationen. Die anfängliche Zurückhaltung war, besonders durch die offene Art der Hörgeschädigten, schnell verflogen und somit wurde der Informationsaustausch sehr schnell zum Selbstläufer. Durch Gruppenwechsel gab es immer wieder neue Gesprächskreise und -Themen, in denen auch viel gelacht wurde. Nach zwei Stunden Gedankenaustausch, berichtete René Hundert von einem aktuellen Feuerwehreinsatz, bei dem ein Gehörloser durch die Feuerwehr gerettet werden musste. In Zusammenarbeit mit Frau Rönspies und dem Gehörlosenverein soll für den Einsatzfall ein Formular entwickelt werden, in dem die Gehörgeschädigten durch einfaches Ankreuzen Angaben zum Notfall machen können. Laut Hundert soll die Veranstaltung der Auftakt für weitere Treffen mit gehandicapten Personenkreisen sein. So ist z.B. ein Feuerlöschtraining für Hörgeschädigte und Gehörlose geplant. 

Stellv. Kommandant wird 60 Jahre jung!

Martin Maier, stellv. Kommandant der Feuerwehr Rastatt und Abteilungskommandant der Abteilung 2, feierte am 12.12.18 seinen 60. Geburtstag. Obwohl es unter der Woche war und bei einigen sehr früh der Wecker wieder klingelte, trafen sich rund 15 Mitglieder der Abteilung 2 kurz nach 23 Uhr auf der Wache. Hier wurde der Baum geziert und die Beleuchtung angebracht.

Punkt 0:00 Uhr standen seine Kameraden und weitere Freunde vor der Haustür, wenige Minuten vorher wurde der Baum still und heimlich in dem Vorgarten in Position gebracht und der Garten geziert.

Voller Freude (und wenig überrascht) begrüßte Martin Maier seine Gäste und lud diese zu einem kleinem Umtrunk und Häppchen in seinen Partykeller ein.

Martin, wir wünschen Dir alles alles Gute und Liebe zum Geburtstag und freuen uns auf weitere Jahre mit dir.

Deine Abteilung Zwo.

!Probealarm der Sirenen!

Am Samstag, den 24. November, werden um 14 Uhr die insgesamt 16 Sirenen in Rastatt und den fünf Ortsteilen Plittersdorf, Wintersdorf, Ottersdorf, Rauental und Niederbühl getestet. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Kinder und ältere Menschen über den anstehenden Probealarm zu informieren. Der Probealarm dient nicht nur dazu, die Funktionalität der Sirenen zu überprüfen und die Bevölkerung schnell und effizient vor möglichen Gefahren zu warnen. Vielmehr sollen die Bürgerinnen und Bürger mit dem Sirenensignal vertraut gemacht werden, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.
Im Gefahrenfall ertönt das Sirenensignal eine Minute als an- und abschwellender Heulton.

Dies bedeutet für die Bevölkerung: Rundfunkgeräte auf einen örtlichen Radiosender schalten, auf Durchsagen achten sowie Fenster und Türen umgehend schließen. Sobald die Gefahr nicht mehr besteht, ertönt das Sirenensignal eine Minute als Dauerton.

In unserer Region sind große Unglücksfälle oder gar Katastrophen zwar selten, jedoch nicht auszuschließen. Die Bombenfunde im Murgvorland im Jahr 2012 und auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Canrobert im Februar 2015 oder das Hochwasser im Frühjahr 2013 haben gezeigt, dass auch in Rastatt Evakuierungsmaßnahmen nötig werden können.

Text- und Bildquelle: Stadt Rastatt

Rastatter Kameraden laufen nach Paris

Die Rastatter Feuerwehrkameraden Alexander Pruß und Steffen Körber waren dabei, als französische und deutsche Rettungskräfte gemeinsam einen Staffellauf absolvierten, um an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zu erinnern und ein Zeichen der Völkerverständigung zu setzen.

Geplant und organisiert vom französischen „Service départemental d‘Íncendie et des Secours“ (den Feuerwehr- und Rettungskräften) des elsässischen Departements Bas-Rhin, wurde eine Flamme von Strasbourg über eine 600 Kilometer lange Strecke zum Grab des unbekannten Soldaten am Triumphbogen getragen.

 

 

Nachdem die Sportler auf der Feuerwache West in Strasbourg eingekleidet und medizinisch untersucht worden waren, ging es dann zur feierlichen Eröffnung des Staffellaufes zum Pavillion Joséphine.

Nach Ansprachen von Politik und Prominenz wurde für die Läufer aus Heidelberg, Stuttgart, Dresden, Maikammer und Rastatt die deutsche Nationalhymne gespielt. Mit der offiziellen Übergabe der Fackel an die sportlichen Feuerwehrleute ging es zunächst auf einen sechs Kilometer langen Prolog mit weiteren Laufbegeisterten durch Strasbourg, ehe der eigentliche Staffellauf startete.

 

 

Gelaufen wurde Tag und Nacht. Zwanzig Teilnehmer, je zehn französische und zehn deutsche Kameradinnen und Kameraden liefen rund um die Uhr, um die Flamme nach Paris zu bringen.

Jeweils ein Franzose und ein Deutscher liefen tagsüber gemeinsam eine Strecke von acht Kilometern, ehe das nächste Läuferduo an der Reihe war. Nachts war ein Läufer alleine unterwegs. Zwei Einsatzfahrzeuge begleiteten jeweils die laufenden Kameraden.

 

 

Die kurzen Ruhepausen und Nächte( geschlafen wurde meist nur 2-3 Stunden am Stück) verbrachte man in Feuerwachen. so konnte man sich mit allen Kameraden austauschen und die französische Gastfreundschaft genießen.

Begleitet wurden die Läufer von einem 16-Mann starken Versorgungsteam, das sich um die Verpflegung und die medizinische Versorgung kümmerte.

Zwischen den Läufen nahmen die Sportler an zahlreichen Gedenkzeremonien und Empfängen an der Laufstrecke teil.

Höhepunkt mit „Gänsehautfeeling“ war die Zeremonie unter dem Triumphbogen am Grab des unbekannten Soldaten in der französischen Hauptstadt. Nachdem das Feuer zurückgebracht wurde sangen die französischen Kameraden nach einer Gedenkminute voller Stolz ihre Marseillaise.

  

Ein weiteres Highlight war der Besuch im französischen Innenministerium, wo der Generaldirektor der französischen Zivilschutzkräfte den Läufertross empfang.

Offizieller Abschluss der „Course Relais du Centenaire“ war der Empfang im Strasbourger Rathaus, in dem Bürgermeister Roland Ries allen für ihr Engagement dankte und die deutsch-französische Kameradschaft lobte.

    

Als Dank und Anerkennung für ihr geleistetes Engagement bekamen alle Beteiligten von Bürgermeister Ries einen Glaspokal sowie eine Urkunde persönlich überreicht.

Im Januar werden sich alle Staffellauf-Teilnehmer erneut in Strasbourg treffen, um dieses Ereignis bei Fotos und reflektierenden Gesprächen zu feiern.

 

Presseberichte:

    

Quelle: Badisches Tagblatt