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Abteilungsversammlung Abteilung 2 Kernstadt

 Feuerwehr hat einiges vor
Befördert werden zahlreiche Ehrenamtliche vom scheidenden Abteilungskommandant Martin Maier (links), seinem Nachfolger Marco Lorch (Vierter von links) und Kommandant René Hundert (rechts). Foto: Friedrich

Rastatt (sb) – Marco Lorch ist neuer Leiter der Abteilung zwei der Feuerwehr Rastatt. In geheimer Wahl wurde er bei der Abteilungsversammlung einstimmig zum Nachfolger von Martin Maier gewählt, der aus Altersgründen nach zehn Jahren nicht mehr kandidierte. Lorch war bereits seit 2015 stellvertretender Abteilungsleiter. Zu seinem Nachfolger wurde Steffen Körber gewählt. Er ist künftig auch Vertrauensmann der Abteilung zwei und vertritt die Abteilung gemeinsam mit Marco Lorch im Feuerwehrausschuss. Als Nachrückerin wurde Viktoria Sonnenburg gewählt.

Statisch gesehen rückte die Abteilung zwei im letzten Jahr an jedem Tag anderthalb Mal aus. Martin Maier sprach von 484 Einsätzen im Jahr 2019 und sagte: „Auch wenn es deutlich weniger Alarmierungen als im Rekordjahr 2018 gab, ist das für eine Freiwillige Feuerwehr eine enorme Anzahl an Einsätzen.“

Bei 85 Brandeinsätzen wurden 52 Personen gerettet. Insgesamt verfügt die Abteilung zwei aktuell über 32 Aktive. Als besonders vorbildlich wurden Marco Greipel (2019 mit 179 Einsätzen), Heiko Schenk (139 Einsätze) und Marco Lorch (130 Einsätze) ausgezeichnet. Martin Maier hob hervor, dass die Einsatzbereitschaft auch im kommenden Jahr hoch bleiben muss: „Die Einsätze kommen meist nicht zur passenden Zeit, es ist aber wichtig, dass viele Aktive zum Einsatz fahren und ihrer Pflicht nachkommen“, sagte er.

Über ein positives Ergebnis in der Abteilungskasse berichtete Kassierer Martin Geuß, der nach dem Bericht der beiden Kassenprüfer Alexander Pruß und Marco Greipel ebenso wie der Abteilungskommandant und der Abteilungsausschuss einstimmig entlastet wurde. Stadtjugendwart David Ullrich berichtete von 41 Kindern und Jugendlichen, denen im vergangenen Jahr ein umfangreiches Programm geboten wurde. Unter anderem engagierte sich der Nachwuchs bei der Blaulichtmeile im Schlossgarten und beim Tag der offenen Tür. Die Nachwuchsfeuerwehrleute nahmen auch an einem Orientierungslauf in Durmersheim teil und belegten den vierten Platz. Ein Kinotag, die Auffrischung von Erste-Hilfe-Grundlagen und die Teilnahme am Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Bühl rundeten das abwechslungsreiche Programm ab.

Dass die eigene Sicherheit der Aktiven stets höchste Priorität bei den Einsätzen hat, betonte Feuerwehrkommandant René Hundert. Er berichtete von den Planungen für das gestartete Jahrzehnt und der anstehenden Sanierung des Feuerwehrhauses in der Plittersdorfer Straße. Bei einer Generalisierung müsste die Wehr für zwei Jahre komplett ausziehen, was eine große logistische Herausforderung darstellt. Hundert sprach von einer in den letzten Jahren deutlich erhöhten Entschädigungspauschale und den im kommenden Jahr anstehenden Feierlichkeiten zum Jubiläum „175 Jahre Feuerwehr Rastatt“. Geplant sind unter anderem ein Festbankett, eine Leistungsprüfung, ein Tag der offenen Tür und ein Floriansgottesdienst.

Sarah Körber stellte die ersten Ergebnisse einer Befragung aus dem letzten Jahr vor. Dabei wurde unter anderem klar, wo die Kameraden konkreten Schulungsbedarf sehen. Unter anderem ist dies im Umgang mit Gefahrgut der Fall. Zudem wünschen sich die Feuerwehrkameraden neutrale Beobachter bei den Übungen. Vorgeschlagen wurde auch ein Patensystem für neue Mitglieder. Wunschübungen für das kommende Jahr sind unter anderem technische Hilfe an LKWs. Schulungen werden unter anderem zu Elektrobränden und beim Umgang mit Gaffern bei Unfällen gewünscht.

Zum Feuerwehrmann wurden Juri de Atrip und Patrick Vogt befördert, Oberfeuerwehrmänner sind jetzt Johannes Fahr und Bernd Laufer, während Victoria Sonnenburg zur Hauptfeuerwehrfrau befördert wurde und Sven Ascher und Alexander Pruß zu Hauptfeuerwehrmännern. Steffen Körber ist nun Löschmeister und Marco Lorch neuer Hauptlöschmeister.

Quelle: bt Rastatt

Feuerwehr Rastatt übt Gefahrgutunfall

Um im Ernstfall bei ABC-Einsätzen gerüstet zu sein, haben die Atemschutzträger der Abteilung Kernstadt der Feuerwehr Rastatt im Rahmen ihrer Atemschutzfortbildung das Anlegen, Bewegen und Arbeitenm  mit und in Chemikalienschutzanzügen geübt.

Ein Chemikalienschutzanzug (CSA) ist eine persönliche Schutzausrüstung, die den Träger komplett von seiner Umwelt isoliert, so dass er in radiologisch, chemisch oder bakteriologisch kontaminierter Umgebung arbeiten kann. Er kommt z. B. bei Gefahrgutunfällen zum Einsatz. Zur Atemluftversorgung trägt der CSA-Träger einen Pressluftatmer unter dem Anzug auf dem Rücken.

Nach der theoretischen Ein- und Unterweisung wurden je zwei Trupps, bestehend aus zwei Atemschutzträgern, mit Funk, Helm und CSA ausgerüstet und in einen angenommenen Einsatz geschickt. So mussten die Kameradinnen und Kameraden z.B. eine Leckage abdichten, ein Fass mit ätzenden Stoffen umpumpen sowie Druckbehältnisse mit gefährlichen Stoffen aus einem Gefahrenbereich bringen – alles natürlich nur fiktiv.

Während die Arbeitszeit im „normalen“ Atemschutzeinsatz etwa 30 Minuten beträgt, ist diese im CSA auf 15-20 Minuten begrenzt, da noch Zeit zur Dekontamination des Trägers benötigt wird.

Die Rastatter Feuerwehr hat vier Chemikalienschutzanzüge auf dem Abrollcontainer Atemschutz verlastet und kann diese somit mit allem Zubehör komplett an die Einsatzstelle transportieren. Sollte es zu einem ABC-Einsatz kommen, wird von der Leitstelle automatisch der ABC-Zug aus Gaggenau hinzualarmiert, um Gefahren für Mensch und Umwelt abzuwehren.

Feuerwehrausbildung auf gemeinsamen Wegen – Erfolgreiche Perspektive für den Einsatz

Teilnehmer aus gleich neun Feuerwehrabteilungen zwischen Rastatt und Forbach konnten am Samstag (29.06.2019) ihre Truppmann-1-Ausbildung mit Erfolg abschließen.

Doch zuvor galt es das Erlernte punktgenau unter den Augen der Feuerwehrführungen abzurufen. Neben einem schriftlichen Test, erforderte der praktische Übungsteil einen umfangreichen Löschangriff. Nebelschwaden drangen aus einem Abbruchgebäude in Kuppenheim. Verletztendarsteller riefen um Hilfe und warteten auf ihre Rettung. Der aus 24 Freiwilligen Feuerwehrangehörigen bestehende Truppmannlehrgang rückte mit drei Löschfahrzeugen an. Bei sommerlichen Temperaturen wurden schwer  “bepackt“ Schlauchleitungen verlegt, tragbare Leitern gestellt und  alle Personen gerettet und versorgt. In der schweren Schutzausrüstung ganz schön anstrengend.

Drei Monate, ca. 90 Ausbildungsstunden  – all dies neben dem Berufsalltag, abends und am Wochenende,  dauert die „Grundausbildung“  der Feuerwehranwärter.  Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, Feuerwehrrecht, Erste Hilfe und viele weitere Themen stehen auf dem Stundenplan. Die Ausbildung erfolgt durch die  Ausbilder des  im letzten Jahr erstmals,  zusammengeschlossenen Ausbildungsverbund der Feuerwehren Rastatt, Kuppenheim und Bischweier. Mittlerweile wurden bereits drei gemeinsame Lehrgänge durchgeführt.

Das Fazit: Die  Zusammenarbeit hat sich positiv bewährt.

Die Kommandanten der Feuerwehren Rastatt, Ötigheim, Kuppenheim, Gernsbach, Weisenbach und Forbach freuten sich über ihre neu ausgebildeten Einsatzkräfte. Nach dem Empfang der ersehnten Lehrgangsurkunden können die bereits volljährigen Teilnehmer nun an Feuerwehreinsätzen teilnehmen.

Rastatter Feuerwehr bei Leistungsabzeichen erfolgreich

Vier Gruppen der Rastatter Feuerwehr, unterstützt durch einen Kameraden aus Steinmauern, absolvierten in Bühl erfolgreich das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze.

Drei Monate lang übten die 30 Kameradinnen und Kameraden das Szenario „Löscheinsatz einschließlich Rettung einer Person über tragbare Leiter“, um am Abnahmetag gut gerüstet zu sein und möglichst wenig Fehlerpunkte zu erhalten.

Die Kameradinnen und Kameraden aus den Abteilungen Ottersdorf, Plittersdorf, Wintersdorf, Niederbühl, der Kernstadt sowie aus Steinmauern haben das  Anlegen der  persönlichen Schutzausrüstung,  die genaue Wiedergabe der Einsatzbefehle, den  Aufbau einer Wasserversorgung, das Löschen eines Brandes sowie die Menschenrettung von einem Gebäude in vielen Stunden verinnerlicht. Jeder Teilnehmer musste die  Funktionen innerhalb der verschiedenen Gruppen, wie Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp sowie dem Melder  lernen, da diese Funktionen bei der Abnahme des Leistungsabzeichens ausgelost werden.

Leistungsübungen sind ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung innerhalb der Feuerwehr. Sie dienen im Besonderen dazu, durch intensives Training die notwendige Sicherheit im Einsatz zu erlangen.

Für 2020 ist das Leistungsabzeichen in Silber geplant, um in 2021, zum 175-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Rastatt, das Leistungsabzeichen Gold zu erreichen.

Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze haben erfolgreich absolviert:

Abteilung Kernstadt: David Ullrich, Manuel Stickel, Christian Karle, Sarah Körber, Viktoria Sonnenburg, Alexander Pruß, Johannes Ohnesorge, Arton Bicaj, Kathrin von der Forst, Philipp Weber, Stefanie Böhl und Adrian Frach.

Abteilung Ottersdorf: Pascale Höfler, Maximillian Rebbe

Abteilung Plittersdorf: Philipp Dreher und Marcel Fritz

Abteilung Niederbühl: Mandy Kiener, Raimund Kiener, Michael Jostmeyer, Denny Hafermann und Christoph Hänel

Abteilung Wintersdorf:  Frederick Schaaf, Thomas Schaaf, Sebastian Welker, Philipp Welker, Jonas Büchel, Simon Schäfer , Sascha Kindel und Martin Heberling

sowie Florian Baganz von der Freiwilligen Feuerwehr Steinmauern.