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Jahresversammlung der Alters- und Seniorenabteilung Kernstadt

2111 Jahre Dienstzeit / Neuer Abteilungsleiter / Nachwuchssorgen

Gleich drei Funktionen hatte Jürgen Krahl bei der Jahresversammlung der Alters- und Seniorenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt Kernstadt inne. Als Allroundtalent trat er als Kommissarischer Abteilungsleiter, Schriftführer sowie Kassenwart auf und begrüßte 16 Kameraden in der Versammlung. Leider konnten einige Kameraden alters- und krankheitsbedingt nicht daran teilnehmen.

Abteilungsleiter Jürgen Krahl

Jürgen Krahl, der im Sommer 2017 die kommissarische Nachfolge des verstorbenen Abteilungsleiters Heinrich Reuter übernommen hatte, konnte stolz auf eine der größten Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt blicken.

Derzeit besteht die Alters- und Seniorenabteilung der Kernstadt aus 38 Kameraden und einer Kameradin. Mit Edith Beckenbach trat zum ersten Mal eine Frau in die Abteilung ein.

Bei einem Altersdurchschnitt von 78,6 Jahren und durchschnittlich 54 Jahren Feuerwehrzugehörigkeit, haben die Kameradinnen und Kameraden insgesamt 2111 Jahre Feuerwehrdienst verrichtet.

In seinen Ausführungen konnte Krahl auf 12 Treffen in 2017 zurückblicken, die durchschnittlich von 26 Kameraden deren Frauen und Witwen besucht wurden.

Die Abteilung trifft sich regelmäßig einmal im Monat und nimmt zusätzlich an Veranstaltungen, wie z.B. dem Floriansgottesdienst, dem Neujahrsempfang der Stadt Rastatt sowie Kreisseniorentreffen, teil.

Versammlung 2018

Als Kassier berichtete Jürgen Krahl von einem positiven Ergebnis der Abteilungskasse, die durch großzügige Spenden aus den eigenen Reihen und Sonderzuwendungen aufgestockt werden konnte.

Nach dem Bericht der Kassenprüfer Dietmar Schilt und Gerhard Bitzer wurde der Kassier einstimmig entlastet.

In seinen Grußworten lobte Gesamtkommandant René Hundert die Alters- und Seniorenabteilung. „Als zweit stärkste Abteilung in Rastatt, ist die Mitgliederzahl von 39 Kameradinnen und Kameraden ein Zeichen für Kameradschaft und Zusammenhalt – davon lebt die Feuerwehr“.

Von einem kleinen Wermutstropfen sprach Hundert in seinen Ausführungen. Im Gegensatz zur Jugend, hat die Alters- und Seniorenabteilung „Nachwuchssorgen“.

Potenzial wäre vorhanden, doch fällt einigen, aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausgetretenen Kameraden, der Übergang in den Seniorenbereich schwer.

Nach der Entlastung des Abteilungsausschusses standen die Neuwahlen der Abteilungsleitung auf der Tagesordnung.

An der Spitze der Alters- und Senioren Abteilung der Kernstadt stehen in Zukunft Jürgen Krahl als Abteilungsleiter und Dietmar Schilt als dessen Stellvertreter.

In ihren Ämtern als Kassenprüfer wurden Dietmar Schilt und Gerhard Bitzer bestätigt.

Für 50 Jahre Feuerwehrdienst wurden Kurt Lanzer, Jürgen Krahl und Erwin Pohl geehrt.

René Hundert, Kurt Lanzer, Jürgen Krahl, Erwin Pohl, Dietmar Schilt

Jahresversammlung Abteilung II

Aufnahmestopp beim Nachwuchs / Angebot der Kinder- und Jugendfeuerwehr rege angenommen / Kernstadt-Abteilung II zieht Bilanz

Insgesamt 539 Mal und damit deutlich öfter als in den Vorjahren rückte die Freiwillige Feuerwehr Rastatt im vergangenen Jahr aus. Abteilungsleiter Martin Maier sprach bei der Jahresversammlung der Abteilung zwei von einer sehr stolzen und hohen Einsatzzahl.

Maier appellierte an die Kameraden, die Einsatzbereitschaft auch in den kommenden Jahren hochzuhalten. „Nur durch das Engagement jedes einzelnen sind wir eine schlagfertige Truppe“, sagte er. Im letzten Jahr ist die Abteilung zwei um zwei Aktive auf 36 Einsatzkräfte gewachsen. Maier appellierte an die Bereitschaft der Feuerwehrmänner und -frauen, auch künftig die Proben und Lehrgänge zu besuchen. Um die Rastatter Wehr zukunftsfähig zu machen, stellte er ein Gutachten vor, das in diesem Jahr verfasst wird. „Anhand der Einsatzschwerpunkte, der bestehenden Gebäude und der Aktiven wird geschaut, wo künftig Prioritäten bei der Planung gesetzt werden sollen“, sagte Maier.

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Aktiv waren die Mitglieder der Abteilung zwei im vergangenen Jahr unter anderem beim Maibaumstellen, bei Sicherheitswachen in der Badner Halle und bei der Tunnelhavarie unter der Rheintalbahn im Sommer 2017. „Durchschnittlich rücken wir 1,4 Mal pro Tag aus“, berichtete Maier und freute sich, dass bei 99 Brandeinsätzen drei Personen gerettet wurden. Spitzenreiter mit insgesamt 212 Einsätzen war im vergangenen Jahr erneut Marco Greipel, während Arton Bicaj 163 Einsätze und Heiko Schenk 151 Einsätze absolvierte.

Kassierer Martin Geuß berichtete von einem positiven Ergebnis der Abteilungskassen. Nach dem Bericht der beiden Kassenprüfer Roman Sonnenburg und Marco Greipel wurde der Kassierer ebenso einstimmig entlastet wie der Abteilungskommandant und der Abteilungsausschuss. Von einem Aufnahmestopp in der Kinder- und Jugendfeuerwehr Rastatt berichtete Stadtjugendwart David Ullrich: „Besonders die Kindergruppe ist mit mittlerweile 24 Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und neun Jahren sehr gut besetzt“, freute er sich. Höhepunkte im vergangenen Jahr waren bei der Jugendfeuerwehr, bei der 21 Jugendliche aktiv sind, unter anderem der Martinsumzug der Stadt Rastatt, das Fischrennen in der Murg und der Berufsfeuerwehrtag. „Mit einer starken Kinder- und Jugendfeuerwehr ist die Grundlage für die nächsten Jahre gelegt, da in den Jugendlichen viel Potenzial steckt“, meinte Ulrich.

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Der neue Rastatter Feuerwehrkommandant René Hundert sprach sich dafür aus, die räumliche Situation der Rastatter Wehr möglichst schnell zu verbessern: „Da muss bald etwas passieren“, sagte er und lobte das große Engagement der Abteilung zwei. „Dies ist das Wichtigste, um ein gutes Fundament für die Zukunft zu legen“, so Hundert, der unterstrich, dass alle Aktiven ihren Dienst in der Freizeit versehen. „Sicher ist es manchmal schwer, zu Einsätzen mitten in der Nacht zu kommen. Dazu aber haben wir uns verpflichtet“, so Abteilungskommandant Martin Maier. Er freute sich, verdiente Feuerwehrleute zu ehren. Arton Bicaj wurde zum Feuerwehrmann und Sarah Körber zur Feuerwehrfrau ernannt. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Steffen Körber befördert, während Moritz Schmidt nun Hauptfeuermann ist. Zum Löschmeister beförderte Kommandant René Hundert Marco Greipel und David Ullrich. Matthias Koch ist nun Hauptlöschmeister.

Quelle: Stefan Friedrich, bt Rastatt