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Feuerwehr Rastatt unterstützt Katastrophenschutz in der Ukraine

In einem Hilfe-Aufruf hat Frau Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Mitglied des Städtetag Baden-Württemberg, alle Feuerwehren im Land gebeten, Material zur Unterstützung des ukrainischen Katastrophenschutzes zu sammeln.

Die Aktion wird von der Fellbacher Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und der Feuerwehr Fellbach unterstützt und koordiniert. 

Gemeinsam mit den Kameraden aus Iffezheim, Hügelsheim und Bischweier konnten wir natürlich kurzfristig auf die Unterstützung reagieren.

Seitens der Feuerwehr Rastatt wurden noch am Dienstagabend die vorhandenen Lagerbestände gesichtet und kommissioniert.

Heute Morgen, 02. März 2022, konnten mehrere Stromerzeuger, Beleuchtungsmaterial, Kabeltrommeln und insgesamt 30 Schläuche im Wert von rund 15.000 Euro für die Hilfsaktion bereitgestellt werden. 

Das Material wird zunächst in Hügelsheim gesammelt und anschließend zur Feuerwehr Fellbach gebracht, um dann schnellstmöglich dem Katastrophenschutz in der Ukraine übergeben zu werden.

Flutgeschädigte bedanken sich

Unerwartete Weihnachtspost haben wir heute erhalten.
Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses aus Bad Neuenahr bedankten sich bei uns für den Einsatz im rheinland-pfälzischen Flutgebiet.
Wie berichtet, Einsatz 237/2021, waren wir sehr kurzfristig in der Nacht des 18. Juli mit Pumpen Richtung Ahrtal gefahren, um dort technische Hilfe zu leisten.
Unter anderem pumpten wir in Bad Neuenahr über mehrere Stunden eine überflutete Tiefgarage aus, worauf sich die Wohngemeinschaft jetzt mit einer Karte und einem Gutschein bedankte.

Tunnel-Ausbildung

Die Feuerwehr Rastatt hat sich zum Thema Tunnel-Einsätze weitergebildet. An zwei ganztägigen Schulungen nahmen fast 50 Führungskräfte und Atemschutzgeräteträger aller Rastatter Abteilungen teil.

Nach der Begrüßung und Vorstellung durch Kommandant René Hundert wurden die Teilnehmer von Markus Vogt durch das Seminar geleitet. Vogt ist Ausbilder der International Fire Academy (ifa) in Balsthal in der Schweiz, die sich auf die Gefahrenabwehr in unterirdischen Verkehrsanlagen (UVA) spezialisiert hat. Weltweit berät die Firma Tunnelbauer und Betreiber zu Sicherheitskonzepten und schult Einsatzkräfte in Taktik und Technik.

„Tunnel sind die größten Bauwerke des Menschen“, so Vogt. Zum Vergleich: Das höchste Gebäude der Welt ist ca. 800 m hoch, der Brenner Basistunnel hingegen hat eine Länge von 64 Kilometern.

Durchschnittlich zehn Tunnelunglücke ereignen sich im deutschsprachigen Raum im Jahr. Durch immer bessere Sicherheitstechnik und stetige Schulung der Einsatzkräfte kann dabei die Anzahl der verunglückten Personen minimiert werden.

In Gruppenarbeiten wurden zwei Tunnel-Ereignisse durch die Kameradinnen und Kameraden aufgearbeitet und anschließend besprochen, die Taktik und Vorgehensweise durch weitere reale Fallbeispiele erläutert.

„Die feuerwehrtechnische Ausbildung in UVA braucht eine spezielle Ausbildung“, so Vogt weiter. Durch die langen Wegstrecken muss bei Taktik und Einsatzplanung anders vorgegangen werden als zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand. Auch müssen Orientierung, die Such- und Rettungstechniken in UVA gesondert geschult werden.

Nach Meinung der Teilnehmer sollte der theoretischen Fortbildung eine praktische Ausbildung folgen.