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Einsatz 503/2025 H2-Gefahrgutunfall im Gebäude

Nachtrag: Die Substanz in dem verdächtigen Brief war grundsätzlich nicht gefährlich. Es handelte sich wahrscheinlich um die Reste eines Lösungsmittels, das zum Reinigen von Postboxen verwendet wird.

Um 8:01 Uhr wurde die Feuerwehr in das DHL-Umschlagzentrum ins Rastatter Industriegebiet alarmiert.

Beim Sortieren war aus einem Brief eine unbekannte braune Substanz ausgetreten, die bei einer Mitarbeiterin heftige allergische Reaktionen hervorrief, worauf sofort die Rettungskräfte alarmiert wurden. Das Gebäude wurde zu dem von den Verantwortlichen komplett evakuiert.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Abteilungen Kernstadt, Niederbühl und Ottersdorf sowie den Gefahrgutzug aus Gaggenau. Der ABC-Zug baute standartgemäß einen Dekontaminationsplatz auf und rüstete seine Einsatzkräfte aus. Parallel wurde die kontaminierte Person sowie eine weitere Mitarbeiterin in einen anderen Teil des Gebäudes gebracht, isoliert und dort vom Rettungsdienst betreut. Beide Frauen wurden nach den Erstmaßnahmen zu weiteren Diagnostik in ein Krankenhaus gebracht.

In Vollschutz nahmen die Spezialkräfte unterschiedliche Messungen vor, um den Gefahrstoff zu analysieren. Im Laufe des Einsatzes konnte ein Brief separiert werden. Dieser wurde geborgen, luftdicht verpackt und zur Analytische Task Force (ATF) nach Mannheim geschickt. Dies sind Spezialeinheiten zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Gefahren in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der chemischen Analytik liegt.

Die Feuerwehr Rastatt war mit sechs Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften im Einsatz. Unterstützt wurden wir durch den ABC-Zug aus Gaggenau, 7 Fahrzeuge und 26 Einsatzkräfte. Ein Fahrzeug der Baden-Badener Feuerwehr brachte weitere Messmittel an die Einsatzstelle. Ebenso war der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Segewitz-Krieg im Einsatz.

Wachausbildung 20251015

In der Wachausbildung haben die hauptamtlichen Einsatzkräfte zusammen mit dem Arbeitskreis VB Mittelbaden das neue Logistikzentrum Im Wöhr in Rastatt besichtigt.

Das, von der Firma DFI Real Estate erstellte Gebäude ist komplett an den Logistiker Dachser vermietet. In der 27.800 qm großen und aus mehreren Brandabschnitten bestehenden Lagerhalle werden die unterschiedlichsten Materialien gelagert.

Ein Löschanlagenkonzept, mit 60.000 verbauten Sprinklerköpfen, ermöglicht dabei auch die Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien. Diese sind unter anderem in Speicherbatterien für Fotovoltaikanlagen oder Zellmodulen für die Automobilindustrie enthalten.

Um im Ernstfall schnell und sicher agieren zu können, haben sich die Einsatzkräfte mit dem Gebäude vertraut gemacht.

Bilder: Kerstin Hoferer/Dachser

Drohne unterstützt Feuerwehr Rastatt –Bessere Übersicht und schnellere Hilfe bei Einsätzen

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt setzt seit einiger Zeit auf die Nutzung einer modernen Drohne, um Einsätze noch sicherer und effizienter zu gestalten. Mit Hilfe der Technik erhalten die Feuerwehrkräfte wertvolle Informationen aus der Luft. „Angesichts der gegenwärtig zahlreichen Debatten über Drohnen möchten wir die Bürger darüber aufklären und sensibilisieren, dass nicht jede Drohne eine Gefahr darstellt“, sagt Feuerwehrkommandant Thomas Reiff. „Ganz im Gegenteil: Die Drohne stellt für uns als Feuerwehr ein bedeutendes technisches Hilfsmittel dar, das es uns ermöglicht, in kürzester Zeit ein Lagebild zu gewinnen und Gefahren frühzeitig zu erkennen.“ Gleichzeitig bittet die Feuerwehr die Bevölkerung um Verständnis, dass im Rahmen von Übungen auch Flüge über bewohntem Gebiet stattfinden können. „Wir achten darauf, möglichst hoch zu fliegen, um niemanden zu stören. In bestimmten Situationen ist es aber notwendig, auch näher am Boden zu bleiben – immer unter Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben“, so Reiff.

Warum die Drohne wichtig ist

Im Einsatz zählt oft jede Sekunde. Gerade bei großen Schadenslagen, Bränden oder Personensuchen kann eine schnelle Übersicht entscheidend sein. Mit der Drohne erhält die Feuerwehr Rastatt in kurzer Zeit ein präzises Lagebild aus der Vogelperspektive. Dadurch können Aktionen gezielter geplant und die Feuerwehr besser geschützt werden. Auch bei der Erkundung von schwer zugänglichen oder gefährlichen Bereichen leistet die Technik wichtige Unterstützung.

Einsatzmöglichkeiten

Die Drohne kann in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen – bei Vegetations- oder Waldbränden, zur Erkundung überfluteter Gebiete, zur Entdeckung von Gefahrstoffen oder zur Lokalisierung von Glutnestern. Außerdem kann sie bei Bedarf im Rahmen der Amtshilfe, etwa für die Polizei, eingesetzt werden. Und auch zur Dokumentation und Nachbereitung von Einsätzen oder Übungen kann sie genutzt werden.

Technik und Betrieb

Ausgestattet ist die Drohne mit einer hochauflösenden 48-Megapixel-Zoomkamera und einer Wärmebildkamera. Sie kann bei Tag und Nacht sowie bei nahezu jedem Wetter fliegen. Da es sich um ein behördliches Gerät handelt, sind auch Flüge über bewohntem Gebiet, Autobahnen oder auch Industrie- und Gewerbegebieten erlaubt. Jeder Einsatz wird dabei in einem Flugbuch mit Ort, Datum und dem Piloten dokumentiert.

Regelmäßige Übungen

Um die Technik sicher beherrschen zu können, trainiert die Feuerwehr regelmäßig mit der Drohne – tagsüber, nachts und unter realistischen Einsatzbedingungen, sowohl in ländlichen Gegenden als auch in der Stadt. So müssen Starts, Landungen und Flugmanöver auch in engen Straßen und dicht bebauten Gebieten geübt werden. Wir bitten hierfür die Bevölkerung um Verständnis.

Wachausbildung 20250923

Ziel der wöchentlichen Wachausbildung war es, die Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten im Bereich der Reanimation und Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) zu vertiefen.

Die Ausbilder des DRK zeigten uns im theoretischen Teil die Ursachen eines Kreislaufstillstandes und die Schritte einer Reanimation nach den aktuellen Leitlinien auf.

Die realistischen Fallbeispiele wurden in Gruppenarbeit an einer Reanimationspuppe praktisch geübt. Zu dem wurde hierbei die Anwendung und Handhabung eines AED vertieft.

Wachausbildung 20250910

Unsere Wachausbildung hat heute im Stadtgebiet mit der Drehleiter Florian Rastatt 1/33 mehrere Objekte angefahren