Kategoriearchiv: Aktuelles

Realitätsnahe Tunnelbrandübung bei der BWR Waggonreparatur in Rastatt

Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Rastatt Abteilung Kernstadt auf dem Gelände der BWR Waggonreparatur GmbH den Brandeinsatz in einem Bahntunnel. Hierfür stellte die BWR dankenswerterweise zwei Eisenbahnwaggons zur Verfügung, die ideale Voraussetzungen für eine praxisnahe Ausbildung boten.

Ziel der Übung war es, Taktik und Technik für Brandeinsätze in Tunnelanlagen zu vertiefen. Dabei stand das Einsatzprinzip „Löschen, um zu retten“ im Mittelpunkt. Durch ein schnelles Erkunden und zügiges Vordringen zum Brandherd soll das Feuer möglichst früh bekämpft und vor allem die Ausbreitung von Brandgasen verhindert werden. Gerade diese stellen bei Tunnelbränden eine der größten Gefahren für eingeschlossene Personen und Einsatzkräfte dar.

Zu Beginn der Übung lag der Schwerpunkt auf der Erkundung. Entsprechend des Auftrags der Einsatzleitung mussten die Trupps in einem fiktiven Tunnel den Brandherd schnell lokalisieren, die Brandentwicklung beurteilen und die Luftströmung in diesem feststellen. Diese Informationen bilden die Grundlage für das weitere taktische Vorgehen.

Im Anschluss wurde das systematische Absuchen des Fahrraums und der Waggons nach vermissten Personen geübt. Dabei kam auch spezielles Rettungsgerät zum Einsatz. Die Einsatzkräfte trainierten den sicheren und effizienten Umgang mit den besonderen Hilfsmitteln, um Menschen auch unter den beengten Bedingungen eines Bahntunnels schnell und schonend retten zu können.

Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt war die Brandbekämpfung. Geübt wurden unter anderem die Strukturkühlung, das Löschen des Brandes im Innen- und Außenangriff, das Anlegen einer Schlauchreserve sowie die Wasserentnahme innerhalb des Tunnels. Alle Maßnahmen mussten unter den erschwerten Bedingungen einer Tunnelanlage sicher und koordiniert umgesetzt werden.

Brandeinsätze in Tunneln zählen zu den anspruchsvollsten Einsatzlagen der Feuerwehr und werden aufgrund ihrer besonderen Gefahren niemals zur Routine. Umso wichtiger sind regelmäßige Übungen, bei denen Abläufe gefestigt, das Zusammenspiel der Einsatzkräfte verbessert und die eigenen Einsatzgrenzen kennengelernt werden.

Die Übung brachte für alle Beteiligten wertvolle Erkenntnisse und wichtige Erfahrungen für zukünftige Einsätze. Ein herzlicher Dank gilt der BWR Rastatt für die Bereitstellung des Übungsgeländes sowie der Eisenbahnwaggons, die diese praxisnahe Ausbildung ermöglicht haben.

Feuerwehr im Pferdestall

Eine außergewöhnliche Einsatzübung fand im Reitclub Rastatt statt. Ziel der Übung war es, dass sich sowohl die Einsatzkräfte als auch die Pferde besser kennenlernen und im Ernstfall sicher miteinander umgehen können.

Für die Feuerwehr stand zunächst das Kennenlernen der Örtlichkeiten im Vordergrund. Gleichzeitig übten die Einsatzkräfte den richtigen Umgang mit den bis zu 600 Kilogramm schweren Tieren. Dazu gehörten das sichere Anlegen eines Halfters sowie das ruhige, bestimmte Führen der Pferde aus ihren Boxen. Dabei wurde deutlich, dass Ruhe, Geduld und ein respektvoller Umgang mit den Tieren entscheidend sind.

Auch die Pferde wurden schrittweise an mögliche Einsatzsituationen herangeführt. Sie konnten die Feuerwehrleute in vollständiger Einsatzkleidung und unter Atemschutz kennenlernen. Zudem wurden sie an Feuerwehrfahrzeuge mit laufendem Motor und eingeschaltetem Blaulicht gewöhnt, um im Ernstfall möglichst gelassen zu bleiben.

Die Übung war für alle Beteiligten ein wertvoller Erfahrungsaustausch und ein wichtiger Beitrag zur Vorbereitung auf mögliche Einsätze in Reitställen. Eine weitere gemeinsame Übung ist bereits für das Jahr 2027 geplant.

Ausbildung zur Innenbrandbekämpfung

15 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt nahmen an einem Tageskurs der ERHA-TEC firetraining GmbH im Fire & Rescue Trainingszentrum in Amstetten teil. Ziel der Fortbildung war es, das Wissen und die praktischen Fähigkeiten im Bereich der Innenbrandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen.

Der Lehrgang stand unter dem Motto „Feuer erleben – Feuer verstehen – Feuer bekämpfen“. In insgesamt vier Durchgängen absolvierten die Teilnehmer Übungen in allen holzbefeuerten Brandübungsanlagen. Dabei wurden verschiedene Brandphänomene wie die Raumdurchzündung (Flashover), Rauchgasdurchzündungen sowie moderne Strahlrohrtechniken und die richtige Rauchgaskühlung trainiert. Die Anlage ermöglicht eine besonders realistische Ausbildung und vermittelt wichtige Erkenntnisse für den sicheren Innenangriff. (⁠ERHA-TEC)

Unter Anleitung erfahrener Ausbilder konnten die Einsatzkräfte aller Rastatter Abteilungen ihr taktisches Vorgehen unter einsatznahen Bedingungen festigen und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Feuer und Rauch sammeln. Neben der praktischen Ausbildung stand vor allem das Verständnis für das Brandverhalten und die eigene Sicherheit im Innenangriff im Mittelpunkt.

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt legt großen Wert auf eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte. Die Teilnahme an diesem anspruchsvollen Training trägt dazu bei, die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen zu erhöhen und die Einsatzbereitschaft für Brandeinsätze weiter zu verbessern.

Feuerwehr übt für den Ernstfall im Rastatter Tunnel

Ende 2026 soll der Rastatter Tunnel in Betrieb gehen. Um auf mögliche Schadens- und Notfälle vorbereitet zu sein, trainiert die Feuerwehr bereits heute die besonderen Einsatzabläufe in Tunnelanlagen.

Beim jüngsten Übungsabend standen verschiedene Schwerpunkte auf dem Programm. Geübt wurden unter anderem die Strukturkühlung, das systematische Absuchen von Tunnelbereichen mit Suchstöcken sowie die Erkundung und Lagefeststellung unter erschwerten Bedingungen. Darüber hinaus wurde die Rettung von Personen aus dem Tunnel trainiert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung war der Umgang mit dem Doppelatmer, der insbesondere bei längeren Einsätzen in Tunnelanlagen eine wichtige Rolle spielt.

Um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen, wurde die Übungsstrecke mit Einsatzfahrzeugen simuliert. So konnten die Einsatzkräfte die besonderen Herausforderungen eines Tunnelereignisses praxisnah trainieren.

Auch in diesem Jahr sind wieder praktische Übungen vorgesehen. Neben einer Ausbildungseinheit im Gernsbacher Tunnel wird zudem im neuen Bahntunnel unter Rastatt geübt. Ziel ist es, die Einsatzkräfte bestmöglich auf mögliche Ereignisse in den Tunnelanlagen vorzubereiten und die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten weiter zu verbessern.

Menschenrettung auf dem Rhein

Am 10.06.2026 stand für uns ein besonderer Übungsabend auf dem Programm. Gemeinsam mit der Feuerwehr Rastatt Kernstadt, der Abteilung Plittersdorf sowie der Feuerwehr Steinmauern führten wir eine Rettungsübung auf dem Rhein durch.

Angenommen wurde ein gekenterter Kanufahrer an der Wintersdorfer Brücke, der flussabwärts trieb. Im weiteren Verlauf der Übung wurde zudem ein zweiter Verunglückter gemeldet, der ebenfalls gesucht und gerettet werden musste.

Im Mittelpunkt der Übung standen:

  • die Kommunikation zwischen den Booten und der Einsatzleitung an Land
  • das Suchen und Retten von Personen auf dem Wasser
  • die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen auf und am Wasser
  • das gegenseitige Kennenlernen und die Vertiefung der Zusammenarbeit der Bootsabteilungen aus Kernstadt, Plittersdorf und Steinmauern sowie der ELW-Gruppe

Diese gemeinsamen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil, um Abläufe zu festigen und im Ernstfall schnell und effektiv zusammenarbeiten zu können.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden für die hervorragende Organisation, das große Engagement und die gewohnt kameradschaftliche Zusammenarbeit.