Kategoriearchiv: Aktuelles

Übung im Gernsbacher Tunnel

Am Sonntag stand für mehrere Feuerwehreinheiten aus den Stadt- und Landkreisgemeinden eine besondere Einsatzübung auf dem Programm: Im Gernsbacher Tunnel wurde ein Fahrzeugbrand mit starker Hitze- und Rauchentwicklung angenommen.


Aus Rastatt rückten die ELW-Gruppe, ein Löschfahrzeug sowie der Abrollbehälter Atemschutz zur Übung an. Unsere Einsatzkräfte wurden am nördlichen Tunnelportal als Stoßtrupp „Suchen & Retten“ eingesetzt.
Unter Atemschutz ging es in den verrauchten Tunnel. Auftrag des Trupps war es, mögliche vermisste Personen systematisch zu suchen, aufzufinden und anschließend aus dem Gefahrenbereich zu retten. Dabei kamen unter anderem Atemschutz-Doppelgeräte und Suchstöcke zum Einsatz.
Der Einsatz in einer Tunnelanlage stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Fehlende Sicht, hohe Temperaturen, lange Angriffswege und die starke Rauchentwicklung erfordern eine angepasste Einsatztaktik und ein strukturiertes Vorgehen. Viele Abläufe unterscheiden sich dabei deutlich vom klassischen Vorgehen bei einem Wohnungsbrand.


Die Übung bot den beteiligten Einsatzkräften eine wichtige Möglichkeit, die besonderen Anforderungen eines Tunneleinsatzes unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten zu festigen.
Im Herbst steht bereits die nächste besondere Übung an: Dann geht es in den neuen Rastatter Bahntunnel, um auch dort die speziellen Einsatz- und Rettungsmöglichkeiten zu trainieren.

Feuerwehr Rastatt und DLRG üben gemeinsam auf dem Rhein

Gemeinsames Kennenlernen und Üben an der NATO-Rampe in Hügelsheim

Die Feuerwehr Rastatt mit den Abteilungen Kernstadt und Plittersdorf sowie die DLRG-Ortsgruppen Rastatt, Gaggenau und Bühl-Bühlertal trafen sich an der NATO-Rampe in Hügelsheim zu einer gemeinsamen Übung. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen, der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit auf dem Wasser.

Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde wurden die vier unterschiedlichen Boote der beteiligten Einheiten ausführlich vorgestellt, erklärt und inspiziert. Anschließend wurden die Boote zu Wasser gelassen und verschiedene Übungsszenarien durchgeführt. Unter anderem wurde das Szenario „Mensch über Bord“ trainiert. Dabei hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, mit den verschiedenen Booten und Besatzungen zu fahren und so die Arbeitsweise der jeweils anderen Organisation kennenzulernen.

Auch am Ufer herrschte reges Interesse: Zahlreiche Zuschauer hatten sich aufgrund der an diesem Abend stattfindenden Sonnenfinsternis eingefunden und konnten dabei die Übung beobachten.

Nach rund drei Stunden auf und am Wasser waren sich alle Beteiligten einig: Der gemeinsame Abend war interessant, lehrreich und für alle beteiligten BOS-Organisationen ein großer Mehrwert. Ein weiteres Treffen ist bereits für Oktober geplant. Ab 2027 sollen regelmäßige gemeinsame Übungen stattfinden, um die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und im Ernstfall noch besser Hand in Hand arbeiten zu können.

Vielen Dank an alle Beteiligten für einen interessanten, lehrreichen und gelungenen Übungsabend.

Realitätsnahe Tunnelbrandübung bei der BWR Waggonreparatur in Rastatt

Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Rastatt Abteilung Kernstadt auf dem Gelände der BWR Waggonreparatur GmbH den Brandeinsatz in einem Bahntunnel. Hierfür stellte die BWR dankenswerterweise zwei Eisenbahnwaggons zur Verfügung, die ideale Voraussetzungen für eine praxisnahe Ausbildung boten.

Ziel der Übung war es, Taktik und Technik für Brandeinsätze in Tunnelanlagen zu vertiefen. Dabei stand das Einsatzprinzip „Löschen, um zu retten“ im Mittelpunkt. Durch ein schnelles Erkunden und zügiges Vordringen zum Brandherd soll das Feuer möglichst früh bekämpft und vor allem die Ausbreitung von Brandgasen verhindert werden. Gerade diese stellen bei Tunnelbränden eine der größten Gefahren für eingeschlossene Personen und Einsatzkräfte dar.

Zu Beginn der Übung lag der Schwerpunkt auf der Erkundung. Entsprechend des Auftrags der Einsatzleitung mussten die Trupps in einem fiktiven Tunnel den Brandherd schnell lokalisieren, die Brandentwicklung beurteilen und die Luftströmung in diesem feststellen. Diese Informationen bilden die Grundlage für das weitere taktische Vorgehen.

Im Anschluss wurde das systematische Absuchen des Fahrraums und der Waggons nach vermissten Personen geübt. Dabei kam auch spezielles Rettungsgerät zum Einsatz. Die Einsatzkräfte trainierten den sicheren und effizienten Umgang mit den besonderen Hilfsmitteln, um Menschen auch unter den beengten Bedingungen eines Bahntunnels schnell und schonend retten zu können.

Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt war die Brandbekämpfung. Geübt wurden unter anderem die Strukturkühlung, das Löschen des Brandes im Innen- und Außenangriff, das Anlegen einer Schlauchreserve sowie die Wasserentnahme innerhalb des Tunnels. Alle Maßnahmen mussten unter den erschwerten Bedingungen einer Tunnelanlage sicher und koordiniert umgesetzt werden.

Brandeinsätze in Tunneln zählen zu den anspruchsvollsten Einsatzlagen der Feuerwehr und werden aufgrund ihrer besonderen Gefahren niemals zur Routine. Umso wichtiger sind regelmäßige Übungen, bei denen Abläufe gefestigt, das Zusammenspiel der Einsatzkräfte verbessert und die eigenen Einsatzgrenzen kennengelernt werden.

Die Übung brachte für alle Beteiligten wertvolle Erkenntnisse und wichtige Erfahrungen für zukünftige Einsätze. Ein herzlicher Dank gilt der BWR Rastatt für die Bereitstellung des Übungsgeländes sowie der Eisenbahnwaggons, die diese praxisnahe Ausbildung ermöglicht haben.

Feuerwehr im Pferdestall

Eine außergewöhnliche Einsatzübung fand im Reitclub Rastatt statt. Ziel der Übung war es, dass sich sowohl die Einsatzkräfte als auch die Pferde besser kennenlernen und im Ernstfall sicher miteinander umgehen können.

Für die Feuerwehr stand zunächst das Kennenlernen der Örtlichkeiten im Vordergrund. Gleichzeitig übten die Einsatzkräfte den richtigen Umgang mit den bis zu 600 Kilogramm schweren Tieren. Dazu gehörten das sichere Anlegen eines Halfters sowie das ruhige, bestimmte Führen der Pferde aus ihren Boxen. Dabei wurde deutlich, dass Ruhe, Geduld und ein respektvoller Umgang mit den Tieren entscheidend sind.

Auch die Pferde wurden schrittweise an mögliche Einsatzsituationen herangeführt. Sie konnten die Feuerwehrleute in vollständiger Einsatzkleidung und unter Atemschutz kennenlernen. Zudem wurden sie an Feuerwehrfahrzeuge mit laufendem Motor und eingeschaltetem Blaulicht gewöhnt, um im Ernstfall möglichst gelassen zu bleiben.

Die Übung war für alle Beteiligten ein wertvoller Erfahrungsaustausch und ein wichtiger Beitrag zur Vorbereitung auf mögliche Einsätze in Reitställen. Eine weitere gemeinsame Übung ist bereits für das Jahr 2027 geplant.

Ausbildung zur Innenbrandbekämpfung

15 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt nahmen an einem Tageskurs der ERHA-TEC firetraining GmbH im Fire & Rescue Trainingszentrum in Amstetten teil. Ziel der Fortbildung war es, das Wissen und die praktischen Fähigkeiten im Bereich der Innenbrandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen.

Der Lehrgang stand unter dem Motto „Feuer erleben – Feuer verstehen – Feuer bekämpfen“. In insgesamt vier Durchgängen absolvierten die Teilnehmer Übungen in allen holzbefeuerten Brandübungsanlagen. Dabei wurden verschiedene Brandphänomene wie die Raumdurchzündung (Flashover), Rauchgasdurchzündungen sowie moderne Strahlrohrtechniken und die richtige Rauchgaskühlung trainiert. Die Anlage ermöglicht eine besonders realistische Ausbildung und vermittelt wichtige Erkenntnisse für den sicheren Innenangriff. (⁠ERHA-TEC)

Unter Anleitung erfahrener Ausbilder konnten die Einsatzkräfte aller Rastatter Abteilungen ihr taktisches Vorgehen unter einsatznahen Bedingungen festigen und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Feuer und Rauch sammeln. Neben der praktischen Ausbildung stand vor allem das Verständnis für das Brandverhalten und die eigene Sicherheit im Innenangriff im Mittelpunkt.

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt legt großen Wert auf eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte. Die Teilnahme an diesem anspruchsvollen Training trägt dazu bei, die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen zu erhöhen und die Einsatzbereitschaft für Brandeinsätze weiter zu verbessern.