Kategoriearchiv: Plittersdorf

Ausbildung zur Innenbrandbekämpfung

15 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt nahmen an einem Tageskurs der ERHA-TEC firetraining GmbH im Fire & Rescue Trainingszentrum in Amstetten teil. Ziel der Fortbildung war es, das Wissen und die praktischen Fähigkeiten im Bereich der Innenbrandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen.

Der Lehrgang stand unter dem Motto „Feuer erleben – Feuer verstehen – Feuer bekämpfen“. In insgesamt vier Durchgängen absolvierten die Teilnehmer Übungen in allen holzbefeuerten Brandübungsanlagen. Dabei wurden verschiedene Brandphänomene wie die Raumdurchzündung (Flashover), Rauchgasdurchzündungen sowie moderne Strahlrohrtechniken und die richtige Rauchgaskühlung trainiert. Die Anlage ermöglicht eine besonders realistische Ausbildung und vermittelt wichtige Erkenntnisse für den sicheren Innenangriff. (⁠ERHA-TEC)

Unter Anleitung erfahrener Ausbilder konnten die Einsatzkräfte aller Rastatter Abteilungen ihr taktisches Vorgehen unter einsatznahen Bedingungen festigen und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Feuer und Rauch sammeln. Neben der praktischen Ausbildung stand vor allem das Verständnis für das Brandverhalten und die eigene Sicherheit im Innenangriff im Mittelpunkt.

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt legt großen Wert auf eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte. Die Teilnahme an diesem anspruchsvollen Training trägt dazu bei, die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen zu erhöhen und die Einsatzbereitschaft für Brandeinsätze weiter zu verbessern.

Einsatz 319/2026 B6-Parkgaragenbrand

Wir wurden um 10:29 Uhr zu einem Parkgaragebrand in die Kaiserstraße alamiert.

Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs drang Rauch aus den Abluftöffnungen im Dachbereich auf der Seite der Sternenstraße. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde das Alarmstichwort auf „B3“ erhöht. Später, da weitere Atemschutzträger benötigt wurden, auf „B6“.

Ein Löschangriff wurde über die Zufahrtsrampe an der Sternenstraße aufgebaut. Das zweite Löschfahrzeug leitete parallel einen weiteren Löschangriff über die Fluchttreppe ein.

Mithilfe der Drehleiter wurden drei Lüftungsgitter im Dachbereich entfernt, um die Brandbekämpfung und Belüftung zu unterstützen.

Auf der Parkebene 5 wurden drei Pkw im Vollbrand vorgefunden. Die Brandbekämpfung erfolgte mit insgesamt drei C-Rohren.

Die Einsatzmaßnahmen wurden durch eine starke Rauchentwicklung innerhalb der Parkebenen erheblich erschwert. Zudem herrschten hochsommerliche Temperaturen, wodurch die körperliche Belastung der eingesetzten Kräfte, insbesondere der Atemschutzgeräteträger, deutlich erhöht wurde.

Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger arbeiteten aufgrund der hohen Umgebungstemperaturen, der langen Wegstrecken sowie der intensiven Brandbekämpfung zeitweise an ihrer Leistungsgrenze. Daher wurde frühzeitig die Bereitstellung zusätzlicher Atemschutzgeräteträger sowie der Abrollcontainer Atemschutz veranlasst, um einen kontinuierlichen und sicheren Einsatzablauf sicherzustellen.

Über den Treppenraum auf der Seite der Fuhrmannstraße wurden der Verkaufsraum sowie die Zugänge zu den Parkebenen kontrolliert. Hierbei konnten keine weiteren Feststellungen gemacht werden.

Zur Entrauchung der Tiefgarage wurde zusätzlich der Abrollbehälter Lüfter der Werkfeuerwehr Mercedes nachalarmiert.

Während der Entrauchungsmaßnahmen drangen Rauchgase in den Verkaufsraum ein. Das Gebäude wurde daraufhin durch die Stadtwerke stromlos geschaltet.

Die Nachlöscharbeiten an den betroffenen Fahrzeugen wurden unter Einsatz von Schaummittel durchgeführt.

Anschließend wurde die Einsatzstelle gemeinsam mit dem Baufachberater Bau des THW begangen. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei sowie den Gebäudeeigentümer übergeben.

Die Feuerwehr war mit 18 Fahrzeugen und 88 Kameradinnen und Kameraden, davon 55 Atemschutzgeräteträger, im Einsatz. Unterstützt vom Rettungsdienst mit zwei RTW sowie einem Notarztfahrzeug. Die Polizei war mit einem Großaufgebot ausgerückt, um die Einsatzstelle abzusperren und die Gebäudesicherung vorzunehmen.

Im Einsatz waren die Abteilungen der Kernstadt, Niederbühl, Ottersdorf, Wintersdorf und Plittersdorf sowie die Werkfeuerwehr Mercedes. Außerdem wurden zur Unterstützung Muggensturm und Iffezheim alarmiert.

Einen herzlichen Dank geht an die umliegenden Geschäfte, die die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken während des Einsatzes versorgte.

Zum ersten Mal kam bei der Feuerwehr Rastatt das neue Atemschutz-Hygienekonzept zum Einsatz. An der Einsatzstelle wird die schwarz-weiß Trennung vorgenommen. Hierbei entledigen sich die Atemschutzgeräteträger ihrer kontaminierten Einsatzkleidung sowie Geräte und werden vom Abrollbehälter „Atemschutz“ mit neuer, sauberer Kleidung versorgt.

Das Parkhaus sowie das angrenzende Modehaus darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Fahrzeugführer, deren Auto sich in der Parkgarage befinden, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Rastatt in Verbindung zu setzen. Telefon: 07222 761-0 oder rastatt.prev@polizei.bwl.de

Menschenrettung auf dem Rhein

Am 10.06.2026 stand für uns ein besonderer Übungsabend auf dem Programm. Gemeinsam mit der Feuerwehr Rastatt Kernstadt, der Abteilung Plittersdorf sowie der Feuerwehr Steinmauern führten wir eine Rettungsübung auf dem Rhein durch.

Angenommen wurde ein gekenterter Kanufahrer an der Wintersdorfer Brücke, der flussabwärts trieb. Im weiteren Verlauf der Übung wurde zudem ein zweiter Verunglückter gemeldet, der ebenfalls gesucht und gerettet werden musste.

Im Mittelpunkt der Übung standen:

  • die Kommunikation zwischen den Booten und der Einsatzleitung an Land
  • das Suchen und Retten von Personen auf dem Wasser
  • die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen auf und am Wasser
  • das gegenseitige Kennenlernen und die Vertiefung der Zusammenarbeit der Bootsabteilungen aus Kernstadt, Plittersdorf und Steinmauern sowie der ELW-Gruppe

Diese gemeinsamen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil, um Abläufe zu festigen und im Ernstfall schnell und effektiv zusammenarbeiten zu können.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden für die hervorragende Organisation, das große Engagement und die gewohnt kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Einsatz 108/2026 B2-Wohnungsbrand

Am Mittwochmorgen wurde die Feuerwehr Rastatt um 08:16 Uhr zu einem Wohnungsbrand in der Orchideenstraße im Stadtteil Plittersdorf alarmiert. Alarmiert wurden die Abteilungen Kernstadt und Plittersdorf sowie die Führungsunterstützung.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte es im Anbau eines Wohngebäudes. Alle Bewohner hatten das Gebäude bereits selbstständig verlassen, sodass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden.

Ein Atemschutztrupp ging mit einem C-Rohr zur Brandbekämpfung vor und konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und anschließend vollständig löschen.

Nach den Löscharbeiten wurde das Gebäude maschinell belüftet, um Rauch und Brandgase aus dem Gebäude zu entfernen.

Durch das Feuer wurde die betroffene Nutzungseinheit so stark beschädigt, dass sie derzeit nicht mehr bewohnbar ist.

Die Feuerwehr war mit 8 Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren Polizei und Rettungsdienst.

Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit keine Angaben gemacht werden.

Einsatz 097/2026 B4 – Brand, Menschenleben konkret in Gefahr

Am Montagvormittag wurde die Feuerwehr Rastatt um 11:26 Uhr mit dem Stichwort “B2 – Hüttenbrand” in den Fliederweg alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde das Einsatzstichwort auf “B4 – Brand, Menschenleben konkret in Gefahr” erhöht, nachdem gemeldet worden war, dass sich eventuell noch eine Person im Gebäude befinden könnte.

Zwei Atemschutztrupps gingen zur Brandbekämpfung und zur Kontrolle des Gebäudes in das stark verrauchte Objekt vor.

Der Brandherd konnte im rückwertigen Keller lokalisiert und zügig gelöscht werden. Es befanden sich keine Menschen mehr im Gebäude. Parallel zu den Lösch- und Suchmaßnahmen wurden in den Wohnräumen Abluftöffnungen geschaffen und das Gebäude maschinell belüftet.

Aufgrund der starken Rauchgasbelastung ist das Gebäude vorübergehend nicht bewohnbar.

Die Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 34 Einsatzkräften der Abteilungen Kernstadt, Plittersdorf Rauental und Wintersdorf im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei und der Rettungsdienst vor Ort.

Polizeibericht