Archiv der Kategorie: Rastatt

Einsatz 514/2025 H1-Person abgestürzt

Am heutigen Morgen wurden wir um 07:53 Uhr zu einer Baustelle in die Rauentaler Straße alarmiert. Dort war eine Person in eine Baugrube gestürzt und von nachrutschendem Erdreich und Bauschutt verschüttet. Bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Feuerwehr wurde der Patient durch einen Ersthelfer betreut und mit dem Kopf über dem, immer wieder nachrutschenden, Erdreich gehalten.

Wir begannen sofort mit dem kontrollierten Freilegen der verschütteten Person. Dabei wurde in enger Absprache mit dem Rettungsdienst vorgegangen, um möglichst schonend vorzugehen und die Person nicht zusätzlich zu gefährden. Gleichzeitig wurde die Grube umfangreich abgestützt und gesichert, um weiteres Nachrutschen von Material verhindern.

Während der gesamten Rettungsarbeit waren zusätzliche Kräfte des Rettungsdienstes sowie der Rettungshubschrauber Christoph 43 im Einsatz bzw. auf dem Anflug, um eine schnelle medizinische Versorgung sicherzustellen.

Nach rund 45 Minuten intensiver Arbeit konnte die verunglückte Person schließlich freigegraben werden. Anschließend wurde sie mit Hilfe eines Flaschenzuges und Unterstützung unserer Drehleiter aus der Grube gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Der Patient wurde noch an der Einsatzstelle durch den Notarzt medizinisch stabilisiert und im Anschluss durch Christoph 43 zur weiteren Behandlung nach Karlsruhe geflogen.

Einsatz 503/2025 H2-Gefahrgutunfall im Gebäude

Nachtrag: Die Substanz in dem verdächtigen Brief war grundsätzlich nicht gefährlich. Es handelte sich wahrscheinlich um die Reste eines Lösungsmittels, das zum Reinigen von Postboxen verwendet wird.

Um 8:01 Uhr wurde die Feuerwehr in das DHL-Umschlagzentrum ins Rastatter Industriegebiet alarmiert.

Beim Sortieren war aus einem Brief eine unbekannte braune Substanz ausgetreten, die bei einer Mitarbeiterin heftige allergische Reaktionen hervorrief, worauf sofort die Rettungskräfte alarmiert wurden. Das Gebäude wurde zu dem von den Verantwortlichen komplett evakuiert.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Abteilungen Kernstadt, Niederbühl und Ottersdorf sowie den Gefahrgutzug aus Gaggenau. Der ABC-Zug baute standartgemäß einen Dekontaminationsplatz auf und rüstete seine Einsatzkräfte aus. Parallel wurde die kontaminierte Person sowie eine weitere Mitarbeiterin in einen anderen Teil des Gebäudes gebracht, isoliert und dort vom Rettungsdienst betreut. Beide Frauen wurden nach den Erstmaßnahmen zu weiteren Diagnostik in ein Krankenhaus gebracht.

In Vollschutz nahmen die Spezialkräfte unterschiedliche Messungen vor, um den Gefahrstoff zu analysieren. Im Laufe des Einsatzes konnte ein Brief separiert werden. Dieser wurde geborgen, luftdicht verpackt und zur Analytische Task Force (ATF) nach Mannheim geschickt. Dies sind Spezialeinheiten zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Gefahren in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der chemischen Analytik liegt.

Die Feuerwehr Rastatt war mit sechs Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften im Einsatz. Unterstützt wurden wir durch den ABC-Zug aus Gaggenau, 7 Fahrzeuge und 26 Einsatzkräfte. Ein Fahrzeug der Baden-Badener Feuerwehr brachte weitere Messmittel an die Einsatzstelle. Ebenso war der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Segewitz-Krieg im Einsatz.