Archiv der Kategorie: Rastatt

Einsatz 319/2026 B6-Parkgaragenbrand

Wir wurden um 10:29 Uhr zu einem Parkgaragebrand in die Kaiserstraße alamiert.

Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs drang Rauch aus den Abluftöffnungen im Dachbereich auf der Seite der Sternenstraße. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde das Alarmstichwort auf „B3“ erhöht. Später, da weitere Atemschutzträger benötigt wurden, auf „B6“.

Ein Löschangriff wurde über die Zufahrtsrampe an der Sternenstraße aufgebaut. Das zweite Löschfahrzeug leitete parallel einen weiteren Löschangriff über die Fluchttreppe ein.

Mithilfe der Drehleiter wurden drei Lüftungsgitter im Dachbereich entfernt, um die Brandbekämpfung und Belüftung zu unterstützen.

Auf der Parkebene 5 wurden drei Pkw im Vollbrand vorgefunden. Die Brandbekämpfung erfolgte mit insgesamt drei C-Rohren.

Die Einsatzmaßnahmen wurden durch eine starke Rauchentwicklung innerhalb der Parkebenen erheblich erschwert. Zudem herrschten hochsommerliche Temperaturen, wodurch die körperliche Belastung der eingesetzten Kräfte, insbesondere der Atemschutzgeräteträger, deutlich erhöht wurde.

Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger arbeiteten aufgrund der hohen Umgebungstemperaturen, der langen Wegstrecken sowie der intensiven Brandbekämpfung zeitweise an ihrer Leistungsgrenze. Daher wurde frühzeitig die Bereitstellung zusätzlicher Atemschutzgeräteträger sowie der Abrollcontainer Atemschutz veranlasst, um einen kontinuierlichen und sicheren Einsatzablauf sicherzustellen.

Über den Treppenraum auf der Seite der Fuhrmannstraße wurden der Verkaufsraum sowie die Zugänge zu den Parkebenen kontrolliert. Hierbei konnten keine weiteren Feststellungen gemacht werden.

Zur Entrauchung der Tiefgarage wurde zusätzlich der Abrollbehälter Lüfter der Werkfeuerwehr Mercedes nachalarmiert.

Während der Entrauchungsmaßnahmen drangen Rauchgase in den Verkaufsraum ein. Das Gebäude wurde daraufhin durch die Stadtwerke stromlos geschaltet.

Die Nachlöscharbeiten an den betroffenen Fahrzeugen wurden unter Einsatz von Schaummittel durchgeführt.

Anschließend wurde die Einsatzstelle gemeinsam mit dem Baufachberater Bau des THW begangen. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei sowie den Gebäudeeigentümer übergeben.

Die Feuerwehr war mit 18 Fahrzeugen und 88 Kameradinnen und Kameraden, davon 55 Atemschutzgeräteträger, im Einsatz. Unterstützt vom Rettungsdienst mit zwei RTW sowie einem Notarztfahrzeug. Die Polizei war mit einem Großaufgebot ausgerückt, um die Einsatzstelle abzusperren und die Gebäudesicherung vorzunehmen.

Im Einsatz waren die Abteilungen der Kernstadt, Niederbühl, Ottersdorf, Wintersdorf und Plittersdorf sowie die Werkfeuerwehr Mercedes. Außerdem wurden zur Unterstützung Muggensturm und Iffezheim alarmiert.

Einen herzlichen Dank geht an die umliegenden Geschäfte, die die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken während des Einsatzes versorgte.

Zum ersten Mal kam bei der Feuerwehr Rastatt das neue Atemschutz-Hygienekonzept zum Einsatz. An der Einsatzstelle wird die schwarz-weiß Trennung vorgenommen. Hierbei entledigen sich die Atemschutzgeräteträger ihrer kontaminierten Einsatzkleidung sowie Geräte und werden vom Abrollbehälter „Atemschutz“ mit neuer, sauberer Kleidung versorgt.

Das Parkhaus sowie das angrenzende Modehaus darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Fahrzeugführer, deren Auto sich in der Parkgarage befinden, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Rastatt in Verbindung zu setzen. Telefon: 07222 761-0 oder rastatt.prev@polizei.bwl.de

Feuerwehr übt für den Ernstfall im Rastatter Tunnel

Ende 2026 soll der Rastatter Tunnel in Betrieb gehen. Um auf mögliche Schadens- und Notfälle vorbereitet zu sein, trainiert die Feuerwehr bereits heute die besonderen Einsatzabläufe in Tunnelanlagen.

Beim jüngsten Übungsabend standen verschiedene Schwerpunkte auf dem Programm. Geübt wurden unter anderem die Strukturkühlung, das systematische Absuchen von Tunnelbereichen mit Suchstöcken sowie die Erkundung und Lagefeststellung unter erschwerten Bedingungen. Darüber hinaus wurde die Rettung von Personen aus dem Tunnel trainiert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung war der Umgang mit dem Doppelatmer, der insbesondere bei längeren Einsätzen in Tunnelanlagen eine wichtige Rolle spielt.

Um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen, wurde die Übungsstrecke mit Einsatzfahrzeugen simuliert. So konnten die Einsatzkräfte die besonderen Herausforderungen eines Tunnelereignisses praxisnah trainieren.

Auch in diesem Jahr sind wieder praktische Übungen vorgesehen. Neben einer Ausbildungseinheit im Gernsbacher Tunnel wird zudem im neuen Bahntunnel unter Rastatt geübt. Ziel ist es, die Einsatzkräfte bestmöglich auf mögliche Ereignisse in den Tunnelanlagen vorzubereiten und die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten weiter zu verbessern.

Menschenrettung auf dem Rhein

Am 10.06.2026 stand für uns ein besonderer Übungsabend auf dem Programm. Gemeinsam mit der Feuerwehr Rastatt Kernstadt, der Abteilung Plittersdorf sowie der Feuerwehr Steinmauern führten wir eine Rettungsübung auf dem Rhein durch.

Angenommen wurde ein gekenterter Kanufahrer an der Wintersdorfer Brücke, der flussabwärts trieb. Im weiteren Verlauf der Übung wurde zudem ein zweiter Verunglückter gemeldet, der ebenfalls gesucht und gerettet werden musste.

Im Mittelpunkt der Übung standen:

  • die Kommunikation zwischen den Booten und der Einsatzleitung an Land
  • das Suchen und Retten von Personen auf dem Wasser
  • die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen auf und am Wasser
  • das gegenseitige Kennenlernen und die Vertiefung der Zusammenarbeit der Bootsabteilungen aus Kernstadt, Plittersdorf und Steinmauern sowie der ELW-Gruppe

Diese gemeinsamen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil, um Abläufe zu festigen und im Ernstfall schnell und effektiv zusammenarbeiten zu können.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden für die hervorragende Organisation, das große Engagement und die gewohnt kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Einsatz 216/2026 H1-Verkehrsunfall ohne eingeklemmte Person

Verkehrsunfall am Montagmittag zwischen zwei Kleinwagen an der Kreuzung Berliner Ring / Ötigheimer Weg.

Ein Fahrzeug wurde durch den Aufprall auf die Seite geschleudert. Die beteiligten Insassen konnten sich selbstständig aus den Fahrzeugen befreien und wurden vom Rettungsdienst betreut.

Der Rettungsdienst und die Polizei befanden sich an der Einsatzstelle. Für die Feuerwehr waren keine Maßnahmen erforderlich.

Einsatz 204/2026 H2-Verkehrsunfall Person eingeklemmt

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Rastatt um 00:59 Uhr auf die B462 zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem LKW. Entgegen der Erstmeldung befand sich keine Person mehr im Fahrzeug – diese wurde bereits durch Ersthelfer aus dem Fahrzeug befreit und vom Rettungsdienst versorgt.

Der beteiligte PKW stand bereits bei Ankunft der Feuerwehr in Brand. Umgehend wurde ein Löschangriff unter Atemschutz eingeleitet. Das Feuer konnte zügig unter Kontrolle gebracht und das Fahrzeug nach weiteren Beteiligten kontrolliert werden. Parallel dazu wurde die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet.

Die Maßnahmen der Feuerwehr dauerten bis 04:55 Uhr am frühen Morgen an. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt war mit acht Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften der Abteilungen Kernstadt und Rauental im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren der Rettungsdienst, die Polizei & Kräfte der PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) vor Ort.

Die Verkehrsbehinderungen im Bereich der B462 sowie Anschlussstelle Rastatt Nord dauerten bis in den späten Vormittag an.

Polizeibericht