Kategoriearchiv: Abteilung 4

Übung im Gernsbacher Tunnel

Am Sonntag stand für mehrere Feuerwehreinheiten aus den Stadt- und Landkreisgemeinden eine besondere Einsatzübung auf dem Programm: Im Gernsbacher Tunnel wurde ein Fahrzeugbrand mit starker Hitze- und Rauchentwicklung angenommen.


Aus Rastatt rückten die ELW-Gruppe, ein Löschfahrzeug sowie der Abrollbehälter Atemschutz zur Übung an. Unsere Einsatzkräfte wurden am nördlichen Tunnelportal als Stoßtrupp „Suchen & Retten“ eingesetzt.
Unter Atemschutz ging es in den verrauchten Tunnel. Auftrag des Trupps war es, mögliche vermisste Personen systematisch zu suchen, aufzufinden und anschließend aus dem Gefahrenbereich zu retten. Dabei kamen unter anderem Atemschutz-Doppelgeräte und Suchstöcke zum Einsatz.
Der Einsatz in einer Tunnelanlage stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Fehlende Sicht, hohe Temperaturen, lange Angriffswege und die starke Rauchentwicklung erfordern eine angepasste Einsatztaktik und ein strukturiertes Vorgehen. Viele Abläufe unterscheiden sich dabei deutlich vom klassischen Vorgehen bei einem Wohnungsbrand.


Die Übung bot den beteiligten Einsatzkräften eine wichtige Möglichkeit, die besonderen Anforderungen eines Tunneleinsatzes unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten zu festigen.
Im Herbst steht bereits die nächste besondere Übung an: Dann geht es in den neuen Rastatter Bahntunnel, um auch dort die speziellen Einsatz- und Rettungsmöglichkeiten zu trainieren.

Ausbildung zur Innenbrandbekämpfung

15 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt nahmen an einem Tageskurs der ERHA-TEC firetraining GmbH im Fire & Rescue Trainingszentrum in Amstetten teil. Ziel der Fortbildung war es, das Wissen und die praktischen Fähigkeiten im Bereich der Innenbrandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen.

Der Lehrgang stand unter dem Motto „Feuer erleben – Feuer verstehen – Feuer bekämpfen“. In insgesamt vier Durchgängen absolvierten die Teilnehmer Übungen in allen holzbefeuerten Brandübungsanlagen. Dabei wurden verschiedene Brandphänomene wie die Raumdurchzündung (Flashover), Rauchgasdurchzündungen sowie moderne Strahlrohrtechniken und die richtige Rauchgaskühlung trainiert. Die Anlage ermöglicht eine besonders realistische Ausbildung und vermittelt wichtige Erkenntnisse für den sicheren Innenangriff. (⁠ERHA-TEC)

Unter Anleitung erfahrener Ausbilder konnten die Einsatzkräfte aller Rastatter Abteilungen ihr taktisches Vorgehen unter einsatznahen Bedingungen festigen und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Feuer und Rauch sammeln. Neben der praktischen Ausbildung stand vor allem das Verständnis für das Brandverhalten und die eigene Sicherheit im Innenangriff im Mittelpunkt.

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt legt großen Wert auf eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte. Die Teilnahme an diesem anspruchsvollen Training trägt dazu bei, die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen zu erhöhen und die Einsatzbereitschaft für Brandeinsätze weiter zu verbessern.

Menschenrettung auf dem Rhein

Am 10.06.2026 stand für uns ein besonderer Übungsabend auf dem Programm. Gemeinsam mit der Feuerwehr Rastatt Kernstadt, der Abteilung Plittersdorf sowie der Feuerwehr Steinmauern führten wir eine Rettungsübung auf dem Rhein durch.

Angenommen wurde ein gekenterter Kanufahrer an der Wintersdorfer Brücke, der flussabwärts trieb. Im weiteren Verlauf der Übung wurde zudem ein zweiter Verunglückter gemeldet, der ebenfalls gesucht und gerettet werden musste.

Im Mittelpunkt der Übung standen:

  • die Kommunikation zwischen den Booten und der Einsatzleitung an Land
  • das Suchen und Retten von Personen auf dem Wasser
  • die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen auf und am Wasser
  • das gegenseitige Kennenlernen und die Vertiefung der Zusammenarbeit der Bootsabteilungen aus Kernstadt, Plittersdorf und Steinmauern sowie der ELW-Gruppe

Diese gemeinsamen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil, um Abläufe zu festigen und im Ernstfall schnell und effektiv zusammenarbeiten zu können.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden für die hervorragende Organisation, das große Engagement und die gewohnt kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Plittersdorf

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung Feuerwehr Plittersdorf konnte Abteilungskommandant Philipp Kittelmann über 31 Einsätze im vergangenen Jahr berichten, welche sich in 19 Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen und vier Sondereinsätze gliedern.

Über die zurückliegenden 30 Übungen und Unterrichte referierte Jannik Schwarz, bevor Schriftführer Mario Huck das Jahr 2025 Revue passieren ließ. Mit 42 Einsatzkräften sowie 14 Alterskameraden steht die Abteilung Plittersdorf sehr gut da, außerdem wurden wieder zahlreiche Lehrgänge absolviert.

Nach dem positiven Kassenbericht von Kassier Paul Ritzinger blickte Jugendleiter Simon Huck auf die Tätigkeiten der 19 Mitglieder zählenden Jugendfeuerwehr zurück. Diese hat neben den Übungsabenden auch wieder an der Aktion „saubere Stadt“ teilgenommen.

v.l.n.r.: Philipp Kittelmann, Thomas Reiff, Niklas Dohms, Jannik Henle, Jannik Schwarz, Mario Warth, Mathias Köppel

Betreuerin Heike Seibert berichtete von 22 Treffen der 17 Mitglieder starken Kinderfeuerwehr, bevor Hugo Butz über mehrere Treffen der Alters- und Ehrenabteilung sowie vier Einsätze zur Pflege des Kriegerdenkmales berichtete.

Nach einem kurzen Ausblick auf das kommende Jahr durch Gesamtkommandandt Thomas Reiff, konnten Niklas Dohms, Jannik Henle sowie Mario Warth zum Oberfeuerwehrmann befördert werden.

Ortsvorsteher Mathias Köppel dankte abschließend der gesamten Wehr für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und blickte voller Vorfreude auf den aktuellen Stand des im Neubau befindlichen Gerätehauses.

Bericht und Foto: Mario Huck

Drohne unterstützt Feuerwehr Rastatt –Bessere Übersicht und schnellere Hilfe bei Einsätzen

Die Freiwillige Feuerwehr Rastatt setzt seit einiger Zeit auf die Nutzung einer modernen Drohne, um Einsätze noch sicherer und effizienter zu gestalten. Mit Hilfe der Technik erhalten die Feuerwehrkräfte wertvolle Informationen aus der Luft. „Angesichts der gegenwärtig zahlreichen Debatten über Drohnen möchten wir die Bürger darüber aufklären und sensibilisieren, dass nicht jede Drohne eine Gefahr darstellt“, sagt Feuerwehrkommandant Thomas Reiff. „Ganz im Gegenteil: Die Drohne stellt für uns als Feuerwehr ein bedeutendes technisches Hilfsmittel dar, das es uns ermöglicht, in kürzester Zeit ein Lagebild zu gewinnen und Gefahren frühzeitig zu erkennen.“ Gleichzeitig bittet die Feuerwehr die Bevölkerung um Verständnis, dass im Rahmen von Übungen auch Flüge über bewohntem Gebiet stattfinden können. „Wir achten darauf, möglichst hoch zu fliegen, um niemanden zu stören. In bestimmten Situationen ist es aber notwendig, auch näher am Boden zu bleiben – immer unter Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben“, so Reiff.

Warum die Drohne wichtig ist

Im Einsatz zählt oft jede Sekunde. Gerade bei großen Schadenslagen, Bränden oder Personensuchen kann eine schnelle Übersicht entscheidend sein. Mit der Drohne erhält die Feuerwehr Rastatt in kurzer Zeit ein präzises Lagebild aus der Vogelperspektive. Dadurch können Aktionen gezielter geplant und die Feuerwehr besser geschützt werden. Auch bei der Erkundung von schwer zugänglichen oder gefährlichen Bereichen leistet die Technik wichtige Unterstützung.

Einsatzmöglichkeiten

Die Drohne kann in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen – bei Vegetations- oder Waldbränden, zur Erkundung überfluteter Gebiete, zur Entdeckung von Gefahrstoffen oder zur Lokalisierung von Glutnestern. Außerdem kann sie bei Bedarf im Rahmen der Amtshilfe, etwa für die Polizei, eingesetzt werden. Und auch zur Dokumentation und Nachbereitung von Einsätzen oder Übungen kann sie genutzt werden.

Technik und Betrieb

Ausgestattet ist die Drohne mit einer hochauflösenden 48-Megapixel-Zoomkamera und einer Wärmebildkamera. Sie kann bei Tag und Nacht sowie bei nahezu jedem Wetter fliegen. Da es sich um ein behördliches Gerät handelt, sind auch Flüge über bewohntem Gebiet, Autobahnen oder auch Industrie- und Gewerbegebieten erlaubt. Jeder Einsatz wird dabei in einem Flugbuch mit Ort, Datum und dem Piloten dokumentiert.

Regelmäßige Übungen

Um die Technik sicher beherrschen zu können, trainiert die Feuerwehr regelmäßig mit der Drohne – tagsüber, nachts und unter realistischen Einsatzbedingungen, sowohl in ländlichen Gegenden als auch in der Stadt. So müssen Starts, Landungen und Flugmanöver auch in engen Straßen und dicht bebauten Gebieten geübt werden. Wir bitten hierfür die Bevölkerung um Verständnis.