Archiv der Kategorie: Einsätze Abt. 7

Einsatz 096/2026 B4-Brand Menschenleben konkret in Gefahr

Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr Rastatt um 16:50 Uhr mit dem Stichwort “B2 – Gebäudebrand” in die Lyzeumstraße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde das Einsatzstichwort auf “B4 – Brand, Menschenleben konkret in Gefahr” erhöht, nachdem gemeldet worden war, dass sich noch Personen im Gebäude befinden könnten.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten sich bereits alle Bewohner ins Freie gerettet. Zwei Personen befanden sich noch auf einem Balkon, da der Treppenraum durch die starke Rauchentwicklung nicht mehr passierbar war.

Zwei Atemschutztrupps gingen zur Brandbekämpfung und zur Kontrolle des Gebäudes in das stark verrauchte Objekt vor. Zeitgleich wurden die beiden Personen über die Drehleiter sicher vom Balkon gerettet.

Der Brandherd konnte im Keller lokalisiert und zügig gelöscht werden. Anschließend wurde im Treppenraum eine Abluftöffnung geschaffen und das Gebäude maschinell belüftet.

Aufgrund der starken Rauchgasbelastung im Treppenraum ist das Gebäude vorübergehend nicht bewohnbar, sodass die Bewohner die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbringen können.

Die Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen und 47 Einsatzkräften im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren auch Polizei, Rettungsdienst sowie das Technische Hilfswerk vor Ort.

Polizeibericht

Einsatz 087-2026 H2-Gefahrgutunfall im Gebäude

Am Mittwoch wurden wir um 9:34 Uhr zu einem Gefahrgutunfall in einem Gebäude in der Rauentaler Straße alarmiert. Ein Mitarbeiter hatte bei einem Kontrollgang den Austritt eines Gefahrstoffes festgestellt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle Personen das Gebäude verlassen. Zur weiteren Lageerkundung und Sicherung der Einsatzstelle wurden zusätzliche Kräfte nachalarmiert. Neben Einsatzkräften aus der Kernstadt sowie der Abteilungen Niederbühl und Ottersdorf war auch der Gefahrgutzug aus Gaggenau im Einsatz.

Atemschutzgeräteträger in Chemikalienschutzanzügen führten Messungen durch, um die Art und Konzentration des Gefahrstoffes festzustellen. Gleichzeitig wurde das Gebäude belüftet, um mögliche gefährliche Dämpfe zu entfernen.


Insgesamt waren wir mit 8 Fahrzeugen und 47 Einsatzkräften vor Ort. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.

Während des gesamten Einsatzes bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.

Nach Abschluss aller Maßnahmen konnte der Einsatz gegen 14:30 Uhr beendet werden.

Einsatz 552/2025 B3-Dachstuhlbrand

Um 10:20 Uhr wurden die Abteilungen Kernstadt, Niederbühl und Ottersdorf zu einem Dachstuhlbrand in der Kaiserstraße alarmiert.

Aus noch unbekannter Ursache war Dämmmaterial in der Außenfassade in Brand geraten. Dadurch musste mittels Brechwerkzeug die metallische Fassade aufwendig Stück für Stück geöffnet werden, um alle Brand- und Glutnester abzulöschen.

Einsatz 503/2025 H2-Gefahrgutunfall im Gebäude

Nachtrag: Die Substanz in dem verdächtigen Brief war grundsätzlich nicht gefährlich. Es handelte sich wahrscheinlich um die Reste eines Lösungsmittels, das zum Reinigen von Postboxen verwendet wird.

Um 8:01 Uhr wurde die Feuerwehr in das DHL-Umschlagzentrum ins Rastatter Industriegebiet alarmiert.

Beim Sortieren war aus einem Brief eine unbekannte braune Substanz ausgetreten, die bei einer Mitarbeiterin heftige allergische Reaktionen hervorrief, worauf sofort die Rettungskräfte alarmiert wurden. Das Gebäude wurde zu dem von den Verantwortlichen komplett evakuiert.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Abteilungen Kernstadt, Niederbühl und Ottersdorf sowie den Gefahrgutzug aus Gaggenau. Der ABC-Zug baute standartgemäß einen Dekontaminationsplatz auf und rüstete seine Einsatzkräfte aus. Parallel wurde die kontaminierte Person sowie eine weitere Mitarbeiterin in einen anderen Teil des Gebäudes gebracht, isoliert und dort vom Rettungsdienst betreut. Beide Frauen wurden nach den Erstmaßnahmen zu weiteren Diagnostik in ein Krankenhaus gebracht.

In Vollschutz nahmen die Spezialkräfte unterschiedliche Messungen vor, um den Gefahrstoff zu analysieren. Im Laufe des Einsatzes konnte ein Brief separiert werden. Dieser wurde geborgen, luftdicht verpackt und zur Analytische Task Force (ATF) nach Mannheim geschickt. Dies sind Spezialeinheiten zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Gefahren in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der chemischen Analytik liegt.

Die Feuerwehr Rastatt war mit sechs Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften im Einsatz. Unterstützt wurden wir durch den ABC-Zug aus Gaggenau, 7 Fahrzeuge und 26 Einsatzkräfte. Ein Fahrzeug der Baden-Badener Feuerwehr brachte weitere Messmittel an die Einsatzstelle. Ebenso war der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Segewitz-Krieg im Einsatz.

Vom Pilotversuch zum festen Bestandteil – Feuerwehrgrundausbildung im Vollzeitformat im Landkreis Rastatt

Innerhalb der letzten zweieinhalb Wochen bewältigten 14 Feuerwehrangehörige die Truppmann Teil 1- Ausbildung sowie den Sprechfunklehrgang auf dem Gelände der Feuerwache in Rastatt.

Alle Lehrgangsteilnehmer der Feuerwehren Gernsbach, Weisenbach, Gaggenau, Rastatt, Bietigheim, Elchesheim-Illingen, Bühl und Baden-Baden konnten mit Erfolg die Ausbildung abschließen. Dabei lag die Altersspanne zwischen 18 und 61 Jahren.

Für den Vollzeitlehrgang werden die Teilnehmer von ihren Arbeitgebern freigestellt. Innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne kann so das Grundgerüst für die Feuerwehrtätigkeit in einer Freiwilligen Feuerwehr vermittelt werden. Für Quereinsteiger bedeutet dies jedoch sehr viel neues Wissen aufzunehmen und praktisch umzusetzen. Leitern stellen, Löschrohre vornehmen, sich aus acht Meter Höhe am Seil selbst retten, Unfall-PKWs mit hydraulischen Rettungsgeräten bearbeiten oder die Versorgung von Notfallpatienten, um nur einige Bereiche zu nennen, stehen auf dem Ausbildungsplan.

Das Fazit der Teilnehmer „anstrengend, aber gut“.

Die Feuerwehren gratulieren und freuen sich über ihre neuen Einsatzkräfte, die das Ehrenamt Feuerwehr unterstützen.